Klimapreis der Stadt Aarau

Einfamilienhaussanierung erhält Klimapreis der Stadt Aarau - die Finanzierung erfolgte über die AKB Green Hypothek

Ende Februar vergibt die Stadt Aarau zum ersten Mal einen Klimapreis. Ausgezeichnet wird das Projekt innerhalb des städtischen Förderprogramms, das eine möglichst umfassende energetische Sanierung aufweist und zugleich architektonische Aspekte berücksichtigt. Der Vize-Stadtpräsident und Ressortleiter Verkehr und Umwelt, Werner Schib, überreicht die Auszeichnung an Philippe Kühni, der sein Einfamilienhaus innerhalb von vier Jahren vorbildlich energetisch saniert und die schlichte Garten-Stadt-Architektur des 1928 erbauten Gebäudes erhalten hat.

Das Investitionsvolumen für die Sanierung lag bei rund CHF 500'000 und wurde im Umfang von CHF 58'000 durch Fördergelder der Stadt Aarau sowie von Bund und Kanton unterstützt. Die Finanzierung erfolgte durch die AKB, die seit letztem Sommer mit ihrer Green Hypothek eine Finanzierungslösung anbietet, die auf nachhaltig orientierte Eigenheimbesitzerinnen und besitzer zugeschnitten ist.

Bis zur Auszeichnung mit dem Klimapreis der Stadt Aarau waren folgende Sanierungsschritte nötig:

Sanierungsschritte

Stehen Sie allenfalls auch vor einer energetischen Sanierung Ihrer Liegenschaft oder möchten Sie von Philippe Kühnis Erfahrungen profitieren? Im nachfolgenden Interview erfahren Sie, was besonders beachtet werden sollte und wo die Tücken und Herausforderungen eines solchen Projekts liegen.


Herr Kühni, erstmals herzliche Gratulation zum Gewinn des Klimapreises und zur wunderschönen Sanierung Ihres Einfamilienhauses. Da steckt sicher ein sehr grosser Planungsaufwand dahinter. Was hat Sie motiviert, eine derart umfangreiche Sanierung anzugehen?

Da gab es verschiedenen Gründe. Im Zentrum stand der Wunsch nach mehr Wohnkomfort. Besonders in den Wintermonaten hatten wir aufgrund von kalten Aussenwänden vermehrt mit Schimmelbildung zu kämpfen. Durch die fehlende Dachisolierung war auch immer ein leichter Luftzug im Haus spürbar. Weiter spielte der Klimaschutz eine Rolle. Das Haus brauchte allein für die Heizung gegen 80'000 kWh Gas. Die Gasheizung ersetzten wir durch eine umweltfreundliche Erdsonden-Wärmepumpe, installierten eine Photovoltaikanlage und tauschten alte oder ineffiziente Haushaltsgeräte aus. Auch sollten der Wert des Hauses erhalten bzw. gesteigert und die Nebenkosten reduziert werden. Von ursprünglich rund CHF 8'000.00 Nebenkosten bleiben nach der Sanierung jährlich nur ein paar hundert Franken übrig.

Was waren die grössten Herausforderungen während der Sanierung?

Die grösste Herausforderung war wohl die Finanzierung. Trotz werterhaltender oder sogar wertsteigernder Investitionen und erheblicher Reduktionen von Nebenkosten, muss die Tragbarkeit der Bank erfüllt sein. Glücklicherweise habe ich mit der AKB eine verlässliche Hausbank, die mich bei der Finanzierung bestens unterstützt hat.

Ein weiteres Problem ist, dass komplexe Sanierungen nur von wenigen Unternehmen ausgeführt werden können. Jeder Altbau ist speziell und jede Eigentümerin, jeder Eigentümer hat andere Vorstellungen. Das muss man dann alles unter einen Hut bringen. Schlussendlich habe ich aber gute Firmen gefunden, welche die Arbeiten sehr gut ausgeführt haben.

Wie haben Sie dieses gelöst?

Ich habe sehr viel Zeit investiert, um mich nicht nur mit meinen Wünschen, sondern auch mit technischen Machbarkeiten auseinanderzusetzen. Bei intensiven Gesprächen mit meinem Architekten und den Handwerkern kamen am Ende sehr gute Lösungen zustande.

Was würden Sie rückblickend anders machen?

Wenn ich die finanziellen Möglichkeiten gehabt und die Sanierung in einem Schritt vollzogen hätte, wären wohl ein paar tausend Franken einzusparen gewesen. Beispielsweise hätte dann die Wärmepumpe kleiner dimensioniert werden können. Es gibt auch sonst ein paar kleine Details, die ich im Nachhinein allenfalls anders machen würde, aber grundsätzlich hat es sich gelohnt, und ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

Was sind Ihre Empfehlungen an Personen, die vor der Realisierung eines derartigen Sanierungsprojekts stehen?

Man sollte sich bewusst sein, dass die Investitionen ziemlich kostenintensiv sind und sich erst in einigen Jahren lohnen. Eine frühe Auseinandersetzung mit der Finanzierung macht also Sinn. Ebenso empfehle ich, das Thema Ökologie mit der Hausbank zu diskutieren. Mit der AKB habe ich eine Partnerin, die für ökologische Sanierungen die richtigen Produkte im Angebot hat.

Grundsätzlich macht es auch Sinn, bei der Planung des Vorhabens Hilfe beizuziehen. Der GEAK Plus (Gebäudeenergieausweis der Kantone plus Empfehlungen) ist dafür ein hilfreiches Planungsinstrument. Weiter bieten auch gute Architekten und erfahrene Unternehmen Unterstützung und begleiten auf dem Weg zu einer erfolgreichen Sanierung.


Publiziert von: Aargauische Kantonalbank

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