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Aktuelle Anlagepolitik vom 09.04.2019

Die Finanzmärkte befinden sich in einer vergleichbaren Situation, wie sie sich während Jahren nach der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 präsentierte. Gemeint ist die richtige Balance zwischen genügend starkem Wirtschaftswachstum für eine positive Stimulierung der Unternehmensgewinne einerseits, und fehlenden Wachstumsübertreibungen für eine anhaltende geldpolitische Unterstützung andererseits. Kippt das Pendel in die eine oder andere Richtung, reagieren die Finanzmärkte verschnupft. Wie schmal dieser Grat ist, zeigte jüngst die Einschätzung der amerikanischen Notenbank. Sie bestätigte ihre zum Jahresanfang angekündigte Zinspause. Eigentlich eine positive Nachricht für die Finanzmärkte, dauert damit die grosszügige Liquiditätsversorgung weiter an. Gleichzeitig korrigierte das Gremium die wirtschaftliche Wachstumsprognose nach unten, was den Anlegern Sorgen bereitet. Diese geteilte Meinungsoptik lässt sich auch an der unterschiedlichen Entwicklung von Obligationen und Aktienmärkten ablesen. Während sich die Anleiheninvestoren über die aktuelle Konjunkturabkühlung Sorgen machen und ihre Positionen als sicheren Hafen halten, sind die Aktionäre deutlich optimistischer. Sie gehen nicht von einer übermässigen wirtschaftlichen Abkühlung aus und rechnen mit einer weiterhin guten Wirtschaftsentwicklung. Beiden gemein ist die Einschätzung weiterhin tiefer Zinsen.

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Autor:

Publiziert von: Aargauische Kantonalbank