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Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht

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Vorwort

Aus gutem Grund

In der ersten Ausgabe unserer neuen Geschäftsberichte-Trilogie widmen wir dem Thema «Wasser» in seiner Bedeutung als Voraussetzung allen menschlichen Lebens auf Erden mehrere Seiten. Dies aus gutem Grund – es ist gleichzeitig der Titel unseres Jahresberichts zum Geschäftsergebnis 2016 und damit eng verknüpft mit einem Grundwert, dem wir als Bank zentrale Bedeutung beimessen: Verantwortung. Verantwortung in der Betreuung unserer Kundinnen und Kunden, gegenüber unseren Mitarbeitenden sowie im Umgang mit allen Ressourcen.

Rückblick auf das Geschäftsjahr

Viele Kundinnen und Kunden der Aargauischen Kantonalbank haben 2016 die Beziehung mit unserem Unternehmen ausgebaut und vertieft. Die AKB hat in einem anspruchsvollen Wirtschafts- und Finanzumfeld mit einem Jahresgewinn von CHF 142,2 Millionen ein ausgezeichnetes Resultat erzielt. Beim Geschäftserfolg erreichten wir, nach dem Rekordjahr 2015, das zweitbeste Ergebnis seit Bestehen. Gleichzeitig haben wir unsere Eigenkapitaldecke um rund CHF 100 Millionen verstärkt, womit wir per 31.12.2016 eine Kapitalquote von 16,2 Prozent aufwiesen. Im Hinblick auf die erwarteten wirtschaftlichen Herausforderungen der nächsten Jahre trägt unsere solide Eigenmittelausstattung zur Stabilität und Sicherheit der Bank bei. Diese positive Entwicklung erlaubt es uns, dem Kanton Aargau als unserem Eigner für das Geschäftsjahr 2016 eine Gewinnablieferung von CHF 99,0 Millionen zur abschliessenden Genehmigung durch den Grossen Rat vorzuschlagen.

Pensionierungen und Neubesetzungen

2016 wurden Rudolf Dellenbach, Direktionspräsident seit 2006 und Urs Bosisio, Bereichsleiter Anlagen und Handel, Mitglied der Geschäftsleitung ab 1999 sowie stellvertretender Direktionspräsident seit 2013 in den Ruhestand verabschiedet. Beide haben sich sehr verdient gemacht und die Bank ist ihnen für ihr langjähriges erfolgreiches Engagement zu grossem Dank verpflichtet. Zu ihren Nachfolgern hat der Bankrat Dr. Pascal Koradi (44) als Direktionspräsidenten und Dieter Widmer (50) als Bereichsleiter Anlagen und Handel und Mitglied der Geschäftsleitung ernannt. Zum stellvertretenden Direktionspräsidenten wurde René Chopard, Bereichsleiter Privat- und Firmenkunden, berufen.

Gesundes Wachstum

Es liegt im Interesse der AKB und damit im Interesse der Aargauerinnen und Aargauer als Eigentümer der Kantonalbank, dass wir langfristig ein gesundes und nachhaltiges Wachstum aufrechterhalten. 2016 haben wir diesbezüglich einen grossen Schritt unternommen: Unsere Bilanz ist um 1 Milliarde auf CHF 25,2 Milliarden angewachsen. Diese Zunahme ist eine direkte Folge unseres Wachstums von CHF 1,1 Milliarden bei den Kundenausleihungen. Den Grossteil davon (rund eine Milliarde) haben wir bei den Hypothekarforderungen erzielt.

Hoher Nettoneugeldzufluss

Unsere Kundinnen und Kunden haben uns 2016 sehr viele Gelder anvertraut. Der Nettoneugeldzufluss (NNM) belief sich auf CHF 1,1 Milliarden. Das Vertrauen in unsere Bank und die Tatsache, dass wir unseren Privatkunden keine Negativzinsen belasten, dürften die Hauptgründe für die markante Zunahme sein.

Unsere Vision: AKB – einfach massgebend.

Das ist unser Visionsleitsatz für die Strategieperiode 2016 bis 2020. Diese Vision ist unser Leuchtfeuer, welches uns den Weg weist, um unsere Kundinnen und Kunden noch stärker zu begeistern und unsere internen Prozesse weiter zu verbessern. Wir gehören mit über 230 000 Kundinnen und Kunden zu den führenden Banken im Aargau. Es gibt Bereiche, wie beispielsweise das Hypothekargeschäft, wo wir bereits ganz vorne liegen. Es gibt aber auch Bereiche, wo wir uns noch stärker engagieren werden. So beabsichtigen wir beispielsweise, bis 2020 unseren Fussabdruck im Privat- und Firmenkundengeschäft in unserem Wirtschaftsraum Aargau deutlich zu vergrössern. Wir haben in unserer Strategie formuliert, dass wir uns von einer kundenorientierten zu einer kundenzentrierten Bank entwickeln werden. Unsere Kundinnen und Kunden rücken damit vermehrt ins Zentrum aller strategischen und operationellen Massnahmen und Prozesse. 2017 werden wir dazu die erforderlichen Grundlagen schaffen und die Umsetzung unserer Zielvorgaben konsequent vorantreiben.

Herzlichen Dank

Wir danken unseren Kundinnen und Kunden, unseren Anspruchsgruppen aus Wirtschaft und Politik sowie unseren Geschäftspartnern für das grosse Vertrauen, das sie uns im vergangenen Jahr entgegengebracht haben. Ein grosser Dank geht auch an unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich mit Leidenschaft und aus Überzeugung engagieren und damit entscheidend zum Erfolg der Aargauischen Kantonalbank beitragen.

Unterschrift Dieter Egloff

Dieter Egloff
Bank­rats­präsident

Unterschrift Pascal Koradi

Dr. Pascal Koradi
Direktions­präsident

Aus gutem Grund haben wir gelernt zu lachen.

Isabella Haller, Aarau

Unsere Vision

AKB – einfach massgebend. Als Partnerin unserer Kundinnen und Kunden bauen wir Brücken zwischen Problemstellung und Lösung, Bedürfnis und Befriedigung, Wunsch und Wirklichkeit. Wir überzeugen mit Kompetenz und kommunizieren mit unseren Partnern auf Augenhöhe. Die Aargauische Kantonalbank ist die massgebende Finanzdienstleisterin im Kanton Aargau und in der Region Olten-Gösgen-Gäu.

Ich sitze am Rheinufer und lasse meine Reiseträume mit dem Wasser ziehen in die weite Welt.

Rosemarie de Noronha, Rheinfelden

Unser Leitbild

Die AKB pflegt eine leistungsbezogene, erfolgs- und zugleich menschenorientierte Unternehmenskultur. Diese basiert auf definierten Grundwerten und Führungsgrundsätzen. Die Mitarbeitenden der AKB sind offen für gesellschaftliche Entwicklungen und neue Technologien; ihr Verhalten richten sie nach ethischen Grundsätzen. Damit schafft die AKB unter Berücksichtigung ihres gesetzlichen Leistungsauftrages einen langfristigen Mehrwert für ihre Kunden, Mitarbeitenden und für den ganzen Kanton Aargau.

Unsere vier Visionsbausteine

1. Wir begeistern unsere Kunden

Die Bedürfnisse und Zufriedenheit unserer Kunden stehen im Zentrum unseres Handelns. Wir sind zuverlässig und beraten individuell, kompetent und transparent. Unsere Produkte und Dienstleistungen sind überzeugend und schaffen nachhaltigen Nutzen. Wir betreuen unsere Kunden verantwortungsvoll und mit hoher Motivation.

2. Wir steigern den Unternehmenswert nachhaltig

Unsere Geschäftstätigkeiten richten wir nach betriebswirtschaftlichen Kriterien aus. Wir betreiben eine angemessene Risikopolitik und streben eine solide Eigenkapitalausstattung an. Darüber hinaus engagieren wir uns über unser Sponsoring für das gesellschaftliche, kulturelle und sportliche Leben im Kanton Aargau und in der angrenzenden Region Olten-Gösgen-Gäu.

3. Wir sind eine attraktive Arbeitgeberin

Unsere Unternehmenskultur pflegen wir sehr bewusst – sie orientiert sich an den fünf Grundwerten «Verantwortung», «Vertrauen», «Respekt», «Beweglichkeit» und «Offenheit» sowie den Führungsgrundsätzen, die eine fachliche und persönliche Weiterentwicklung unterstützen und aktiv fördern. Sichergestellt werden diese Kulturwerte über interne und externe Aus- und Weiterbildungen. Ausgezeichnete Anstellungsbedingungen und Chancengleichheit zählen zu unseren Stärken als Arbeitgeberin.

4. Unsere Prozesse sind einfach, schnell und zielführend

Die Bedeutung der digitalen Kanäle und die Erwartungen der Kundinnen und Kunden an die Verfügbarkeit von Bankdienstleistungen über sämtliche Kanäle nehmen rasch zu. Zusätzlich kann mit der Digitalisierung und Industrialisierung der Prozesse die Kundenbetreuung unterstützt und die Beratungszeit gesteigert werden.

Aus gutem Grund Interview

Würde ist das Fundament unserer Gesellschaft Interview

Aus gutem Grund Dokumentation

Blinde und bleiche Wesen sorgen für frisches und reines Wasser Dokumentation

Aus gutem Grund Reportage

Früher hat man Pläne gemacht. Heute kann man mit der Wirklichkeit arbeiten. Reportage

Kennzahlen

Bilanzsumme

25.2Mrd.


Das Bilanzwachstum der Aktivseite basiert hauptsächlich auf den Ausleihungen an Kunden.

Bilanzsumme

+ 4.0 %


2015

24.3 Mrd.

2016

25.2 Mrd.

Geschäftserfolg

195.1Mio.


Mit dem Geschäftserfolg vermochte die Bank nahezu an ihr Rekordergebnis von 2015 anzuschliessen.

Geschäftserfolg

- 1.4 %


2015

197.9 Mio.

2016

195.1 Mio.

Gewinnablieferung an Kanton

99.0Mio.


Höchste Gewinnablieferung an den Kanton.

Gewinnablieferung an Kanton

+ 8.8 %


2015

91.0 Mio.

2016

99.0 Mio.

Cost-Income-Ratio

46.1%


Die Cost-Income-Ratio weist den bisher tiefsten Wert der vergangenen Jahre aus.

Cost-Income-Ratio

- 0.2


2015

46.3 %

2016

46.1 %

Download

Hier können Sie den Geschäftsbericht 2016 der Aargauischen Kantonalbank herunterladen.

AKB Website

Rating

Die renommierte Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat die Ratings für die Aargauische Kantonalbank in ihrer neuesten Analyse bestätigt. Nach wie vor werden somit das wirtschaftliche und das finanzmarktspezifische Risiko für Schweizer Banken in die zweitbeste Kategorie eingestuft. Das stand-alone-Rating der AKB (ohne die Garantie des Kanton Aargau) bleibt damit weiterhin auf A+. Zusammen mit der Staatsgarantie des Kantons Aargau ergibt sich konsequenterweise das finale, ausgezeichnete Rating AA+ für die Bonität der AKB.

Mit diesem Rating gehört die Aargauische Kantonalbank nach wie vor zu den bestbewerteten Banken weltweit. Standard & Poor's honoriert damit die starke Kapital- und Ertragsbasis, die hohe Liquidität, die adäquate Risikopositionierung sowie die Staatsgarantie. In ihrem neuesten Ratingbericht vom 3. Oktober 2016 attestiert S&P der AKB weiterhin sowohl auf kurz- als auch auf langfristige Sicht eine erstklassige Kreditqualität. Der Outlook für das Rating der AKB hat sich von „stable“ auf „negative“ verändert. Dies reflektiert lediglich die bereits erfolgte entsprechende Veränderung des Ratings des Kanton Aargau. Als Garantiegeber und Eigentümer der AKB hat eine Veränderung des Ratings des Kantons einen direkten Einfluss auf das Rating der AKB.

Rating: AA+

Nachhaltig­keit muss in die Geschäfts­prozesse, in die Unternehmens­kultur und in die Organisation ein­gebettet sein.

Hans-Ulrich Pfyffer, Bankrat und Leiter Prüfungs- und Risikoausschuss der Aargauischen Kantonalbank

Nachhaltigkeits­bericht

Zahlen aus dem Aargau

92

Bibliotheken befinden sich im Aargau. Zudem gibt es 136 Druckereien, welche die Kunst Gutenbergs praktizieren. Quellen: Statistisches Jahrbuch 2016; Bundesamt für Statistik.

42

Kläranlagen bereiten das Abwasser der Aargauerinnen und Aargauer auf, die im Haushalt durchschnittlich 142 Liter Wasser pro Tag verbrauchen. Quellen: Kanton Aargau, BVU; Bundesamt für Umwelt.

10 220

Likes hat die offizielle Facebook-Seite des Kantons Aargau und damit die grösste Online-Fangemeinde aller Schweizer Kantone. Zum Vergleich: Nur 2 642 Facebook-Nutzerinnen und -Nutzer finden die Seite des Kantons Zürich toll. Quelle: Facebook, Stand Ende 2016.

64

Freibäder laden im Sommer zur Abkühlung ein; ganzjährig stehen den Aargauerinnen und Aargauern 17 Hallenbäder zur Verfügung. Quelle: Statistisches Jahrbuch 2016.

908

Meter über Meer ist der Geissfluhgrat und somit höchster Punkt im Aargau. Die tiefste Stelle ist der Rhein bei Kaiseraugst mit 261 Metern über Meer. Quelle: Statistisches Jahrbuch 2016.

270

Biber sind im Aargau heimisch (circa), Zahnarzt-Praxen gibt es 209. Quellen: SRF Regionaljournal AG/SO; Kanton Aargau, BVU.

1

Nobelpreisträger hat Aargauer Wurzeln: Werner Arber aus Gränichen. 1978 hat er den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin für die Entdeckung der Restriktionsenzyme und ihre Anwendung in der Molekulargenetik erhalten. Ein Unikum ist auch Urs Lehmann aus Rudolfstetten, der 1993 im japanischen Morioka die bisher einzige Goldmedaille an Skiweltmeisterschaften für den Aargau gewann. Quelle: wikipedia.org.

240

Aargauerinnen und Aargauer haben als Muttersprache Rätoromanisch. Ausserdem kann man im Aargau an 7 Skiliften dem Wintersport frönen. Quelle: Statistisches Jahrbuch 2016; Aargau Tourismus.

36

Prozent der Fläche des Kantons Aargau ist mit Wald bedeckt. Dieser wird unter anderem von 26 Pfadiabteilungen rege genutzt. Quellen: Statistisches Jahrbuch 2016; pfadiaargau.ch.

657 447

Personen lebten per 30.06.2016 im Aargau. Nur in den Kantonen Zürich, Waadt und Bern wohnen mehr Menschen. Quellen: Kanton Aargau, DFR; Bundesamt für Statistik.

5 563

Lehrabschlussprüfungen wurden 2015 absolviert, wovon 396 negativ ausfielen. Quelle: Statistisches Jahrbuch 2016.

85

Zentimeter Regen fällt pro Jahr durchschnittlich im Aargau. 88 Museen bieten ein formidables Schlechtwetterprogramm. Quelle: Statistisches Jahrbuch 2016.