Werte und Grundsätze

Werte & Grundsätze

Dr. Pascal Koradi

«Nachhaltigkeit ist für uns als Bank ein zentrales Element für langfristige und erfolgreiche Partnerschaften.»

Dr. Pascal Koradi
Direktionspräsident

Die AKB nimmt ihre wirtschaftliche, ökologische und soziale Verantwortung wahr. Und das nicht erst seit Kurzem. Vielmehr hat Nachhaltigkeit bei der AKB als integrativer Bestandteil ihrer Geschäfts- und Unternehmenskultur bereits eine lange Tradition, ist gut verankert und anerkannt. Was 2007 mit wenigen Berichtsseiten seinen Anfang nahm, entwickelte sich in den folgenden Jahren zu einer aussagekräftigen und umfangreichen Nachhaltigkeitsdokumentation: In bisher neun Berichterstattungen, davon acht, die sich an GRI orientieren, drei externen Berichtsvalidierungen, der Verabschiedung einer eigenen AKB Nachhaltigkeits-Charta sowie der CO2-Kompensationen mit unserem Klimapartner Fair Recycling zeigen sich unsere Anstrengungen, die wir unternehmen, und die Erfolge, die wir erzielen. Für das Geschäftsjahr 2016 publizieren wir bereits den zehnten Nachhaltigkeitsbericht.

Seit jeher ist dabei der Austausch mit unseren Anspruchsgruppen ein wichtiger Aspekt, um die Nachhaltigkeit weiterzuentwickeln. Heute steht dieser Dialog mehr denn je im Zentrum: Nachhaltigkeit ist für uns als Bank ein zentrales Element für langfristige und erfolgreiche Partnerschaften und entsprechend suchen wir aktiv den offenen Dialog. Regelmässig besprechen wir mit Kundinnen und Kunden, Mitarbeitenden oder Lieferanten, aber auch innerhalb unseres Managements, die für uns relevanten Kernthemen im Hinblick auf die AKB Materialitätsmatrix. Wir erhalten so wichtige Hinweise, welche Themen relevant sind oder werden und welche nicht. Dadurch schaffen wir Vertrauen in unser tägliches Handeln.

Wir sehen die Nachhaltigkeit als gesellschaftliches Thema, wobei die Bank und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Rollen wahrzunehmen haben.

Die AKB wird ihren Beitrag auch weiterhin leisten, und das auch im Bewusstsein, dass wir in einzelnen Bereichen durchaus noch Verbesserungspotenzial haben. Wir arbeiten stetig an konkreten Massnahmen, seien dies Neuerungen bei den Produkten, Optimierungen beim Ressourcenverbrauch oder bei unseren sozialen Engagements.

Eine verantwortungsvolle und nachhaltige Geschäftstätigkeit kann aus dem Leistungsauftrag der AKB abgeleitet werden und schafft langfristigen Mehrwert für unsere Kundinnen und Kunden, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie den Kanton Aargau. Dieses nachhaltige Geschäftsmodell findet auch in der Strategieperiode 2016–2020 seine Verankerung.

Über unsere entsprechenden Entwicklungsschritte informieren wir Sie im vorliegenden und in allen künftigen Nachhaltigkeitsberichten. Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre des 10. AKB Nachhaltigkeitsberichts.

Werte & Grundsätze

Kerngeschäft

Kerngeschäft

Hans-Ulrich Pfyffer

«Nachhaltigkeit muss in die Geschäftsprozesse, in die Unternehmenskultur und in die Organisation eingebettet sein.»

Hans-Ulrich Pfyffer
Bankrat und Leiter Prüfungs- und Risikoausschuss

Als Leiter des Prüfungs- und Risikoausschusses ist Hans-Ulrich Pfyffer neu auch Ansprechperson und Vertreter Nachhaltigkeit im Bankrat und stellt damit die Verankerung beim obersten Leitungs- und Aufsichtsorgan sicher. Das Thema Nachhaltigkeit hat bei der AKB mit der neuen Strategie weiter an Relevanz gewonnen und soll mit der Integration in sämtliche Geschäftstätigkeiten der Bank sowie als Bestandteil unserer Werte ein Garant für den wirtschaftlichen Erfolg sein. «Nachhaltigkeit muss in die Geschäftsprozesse, in die Unternehmenskultur und in die Organisation eingebettet sein», betont Hans-Ulrich Pfyffer und ergänzt: «Sie gehört zur ‹Corporate-DNA› und wird sich künftig, adäquat kommuniziert, auch beim Markterfolg, bei den Kosten sowie bei der Mitarbeiterzufriedenheit positiv bemerkbar machen.»

Für eine Staatsbank und deren Reputation sind natürlich ein gut funktionierendes Risikomanagement und Compliance entscheidende Faktoren. Die neue Gesamtbankstrategie hat gleichzeitig auch eine Ausrichtung auf die Kundenbedürfnisse im Fokus und schafft damit Begeisterung und Zufriedenheit und im Kerngeschäft einen langfristigen Nutzen. «Der Visionsleitsatz ‹Nachhaltig wirken› bringt es gut auf den Punkt», fasst Hans-Ulrich Pfyffer zusammen. Auch Nachhaltigkeitsprodukte spielen im Bankgeschäft eine immer wichtigere Rolle und werden aufgrund von ökologischen und sozialen Überlegungen bei Anlageentscheidungen vermehrt miteinbezogen. Die AKB beurteilt diesen Trend als Herausforderung und Chance zugleich. Obwohl im Anlage- und Vermögensverwaltungsgeschäft bereits nachhaltige Produkte zur Verfügung stehen, gibt es hier sicher noch Potenzial. «Getreu dem strategischen Leitsatz ‹Innovation fördern› kann sich die AKB sowohl im Anlage- als auch im Kreditgeschäft noch entwickeln», meint Hans-Ulrich Pfyffer.

Kerngeschäft

AKB als Arbeitgeberin

AKB als Arbeitgeberin

Philipp Muff

«Ich konnte während des Trainee-Programms viele Erfahrungen im Kundenkontakt sammeln und mein Fachwissen in vielen internen Kursen stark erweitern.»

Philipp Muff
Betreuer Privatkunden Junior, AKB Oftringen

Nachwuchsförderung ist ein zentrales Thema bei der AKB. Das zeigt das Beispiel von Philipp Muff, Betreuer Privatkunden Junior in Oftringen. Er hat nach seiner Lehre zum Bankkaufmann mit Berufsmatur das AKB Trainee-Programm absolviert und sich dabei das Rüstzeug erworben, ein eigenes Kundenportefeuille zu führen. Die neun Traineeplätze in den Bereichen Privat- und Firmenkunden stehen jungen Berufsleuten zur Verfügung, die bereits erste Berufserfahrungen machen konnten, über entsprechendes Potenzial verfügen und sich durch sehr gute schulische Leistungen auszeichnen. «Ich konnte während dem Trainee-Programm viele Erfahrungen im Kundenkontakt sammeln und mein Fachwissen stark erweitern», zieht Philipp Muff Bilanz. Die zielgerichtete und umfassende Ausbildung dauert je nach ausgewähltem Bereich zwischen 15 und 24 Monate und wird individuell auf die jeweiligen Vorkenntnisse abgestimmt. Die Kombination von praktischen Arbeiten, Theorieblöcken und aufbauenden Modulen garantiert eine massgeschneiderte Programmgestaltung und sichert die Unterstützung und Begleitung durch die Vorgesetzten. «Man profitiert aus erster Hand von den sehr erfahrenen Fachpersonen der AKB und ist mittendrin am Puls des Geschehens», sagt Philipp Muff über seine wertvollste Erfahrung während der Ausbildung. Das Trainee-Programm ist für die AKB ein erfolgreiches Mittel zur Förderung und Sicherung des Nachwuchses in der Kundenbetreuung.

Philipp Muff will sich nun als Privatkundenbetreuer bei der AKB etablieren. Seine berufliche Weiterentwicklung hat aber noch kein Ende gefunden. Seit vergangenem Herbst ist er an der Fachhochschule Nordwestschweiz in Olten mit dem berufsbegleitenden Studium in Betriebsökonomie beschäftigt. Diese Weiterbildung soll ihm helfen, seine ökonomischen Kenntnisse weiter zu vertiefen und im Berufsalltag anzuwenden.

AKB als Arbeitgeberin

Ökologie

Betriebs­ökologie

Fabio Buccino

«Es ist bemerkenswert, dass neben einem rund elfmal kleineren Stromverbrauch bei LED auch die Lebensdauer dreimal höher ist.»

Fabio Buccino
Mitarbeiter technischer Dienst

Seit 2010 ist die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der AKB in Betrieb und produziert jährlich im Durchschnitt elektrische Energie für drei vierköpfige Familien in Einfamilienhäusern bei mittlerem Verbrauch. Seit der Inbetriebnahme der Anlage liefern die 107 Solarmodule insgesamt über 100 000 kWh Strom und das für 20 Haushalte. Die Photovoltaik-Anlage ist somit ein wichtiger Bestandteil des Nachhaltigkeitsengagements der AKB. Fabio Buccino, vom hauseigenen technischen Dienst, ist als Elektroinstallateur für die Wartung und den Unterhalt der Photovoltaik-Anlage zuständig. «Bis jetzt blieben wir von grossen Reparaturen verschont», betont er. «Einzig die jährliche Reinigung der Anlage mit entmineralisiertem beziehungsweise mineralstofffreiem Wasser zur Verhinderung von Kalkrückständen und übermässiger Verschmutzung auf den Solarmodulen fallen als grössere Arbeiten an.» Bei einer erwarteten Lebensdauer von rund 30 Jahren steht die AKB Photovoltaik-Anlage erst rund einen Fünftel davon in Betrieb. Neben der hauseigenen Stromproduktion ist die grundsätzliche Reduktion des Stromverbrauchs ein wichtiges Thema. Der technische Dienst hat von rund 45 Leuchtschrift-Reklamen an Fassaden und Dächern der AKB bis heute 35 von Neonsystemen auf LED umgerüstet. «Es ist bemerkenswert, dass neben einem rund elfmal kleineren Stromverbrauch bei LED auch die Lebensdauer dreimal höher ist», erklärt Fabio Buccino. Pro AKB Leuchtschrift-Reklame können damit über 2500 kWh Strom eingespart werden, was dem Jahresverbrauch einer Zweipersonenwohnung bei mittlerem Verbrauch entspricht. Sobald dann alle 45 Leuchtschrift-Reklamen auf LED umgerüstet sind, werden pro Jahr mehr als 100 000 kWh Strom eingespart. Die AKB schafft sich in diesen beiden Bereichen einen ökologischen Vorsprung, spart Energiekosten und nimmt dabei ihre Verantwortung wahr.

Betriebsökologie

Gesellschaft

Gesellschaft

Jacqueline Joho

«Durch die Extraportion Sauerstoff bin ich wach und bereit, meine Arbeit in Angriff zu nehmen.»

Jacqueline Joho
Desktop Publisherin, AKB Aarau

Im Rahmen des Jahresmottos «Respekt» führte die AKB im Sommer 2016 erstmals die Aktion «Bike to work» durch. 32 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter legten während der Monate Juli und August eine Woche lang den Arbeitsweg mit dem Velo zurück, bewältigten dabei etwa die Strecke von Aarau nach Moskau und dokumentierten ihre Eindrücke mit Fotos und Selfies.

An der Aktion mit dabei war auch Jacqueline Joho, Desktop Publisherin und regelmässige Velofahrerin. «Ich fahre», lacht sie, «wenn immer möglich mit dem Velo zur Arbeit, ausser es schüttet wie aus Kübeln oder ist eisig kalt.» Mit «Bike to work» wird den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bewusst gemacht, dass das Velo durchaus ein sinnvolles Fortbewegungsmittel sein kann. Mehr noch: Velofahren wird immer mehr zu einem Ausdruck eines Lebensstils, der von Gesundheitsüberlegungen und Umweltbewusstsein geprägt ist. Bereits dreimal wöchentlich je 30 Minuten Velofahren bringt einen grossen gesundheitlichen Nutzen, senkt den Blutdruck und reduziert merklich das Herzinfarktrisiko. Velofahren hat zudem noch einen weiteren positiven Effekt: «Durch die Extraportion Sauerstoff bin ich wach und bereit, meine Arbeit in Angriff zu nehmen», sagt Jacqueline Joho und ergänzt: «Ebenso plagen mich nie Parkplatzprobleme oder verstopfte Strassen.»

Die Fotos, Selfies und der Bericht in der Hauszeitung «Mosaik» unterstützten die Kommunikation und die Verbreitung der Aktion innerhalb der Bank. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer erhielt ein spezielles «Bike to work»-Kit, bestehend aus Sonnenbrille, Bike-Shirt und Trinkflasche, und nahm automatisch an einer Verlosung von drei Goldvrenelis teil. «Bike to work» wird auch 2017 durchgeführt und bringt dann hoffentlich im AKB Berufsverkehr noch mehr Velos auf die Strasse.

Gesellschaft