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Nachfolge regeln

Sie möchten Ihr Lebenswerk in gute Hände geben? Während langer Zeit haben Sie hart für Ihr eigenes Unternehmen gearbeitet. Doch irgendwann kommt der Moment, wo Sie sich zurückziehen werden. Fangen Sie frühzeitig an, Ihre Nachfolge zu regeln. Denn je früher Sie diese planen, desto mehr Gestaltungsspielraum bleibt Ihnen. Nutzen Sie die Chance, Ihr Lebenswerk zu sichern und Ihrem Unternehmen neue Impulse zu geben - wir unterstützen Sie dabei.

Es ist nicht leicht, sich von seinem Unternehmen zu verabschieden und Platz für eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger zu machen. Die Übergabe ist oft ein langwieriger Prozess voller Herausforderungen und Emotionen.

Lassen Sie sich für diesen Prozess genügend Zeit. Und machen Sie sich zudem Gedanken, was mit Ihrem Unternehmen geschieht, wenn Ihnen etwas zustossen sollte, bevor Sie sich regulär zurückziehen. Halten Sie schriftlich fest, wer das Unternehmen in diesem Fall weiterführen soll - und wer Geschäftsanteile bekommt.

Nachfolge planen

Die Regelung der Nachfolge benötigt Zeit. Persönliche und familiäre, aber auch betriebswirtschaftliche, rechtliche, finanzielle und steuerliche Fragen bedürfen der Klärung. Sie müssen zahlreiche Schritte planen, entscheiden, umsetzen und überprüfen.

Für die Beteiligten ist die Übergabe oder Übernahme eines Unternehmens in der Regel ein einmaliges Ereignis - die Erfahrung fehlt. Wir raten Ihnen deshalb zu einem situativen Einbezug von Fachleuten. So erreichen Sie innerhalb einer begrenzten Zeitspanne ein klar definiertes Ziel. Dank effizientem Projektmanagement lässt sich das Vorhaben in planbare Schritte unterteilen. So reduzieren Sie die Komplexität des Themas in überschaubare Teilprojekte.

Die Projektleitung Ihrer Nachfolge-Regelung ist zuständig für Beratung, Planung, Koordination sowie Kontrolle und Mithilfe bei der Umsetzung der einzelnen Schritte. Sie spricht sich mit der Auftraggeberin oder dem Auftraggeber ab. Entlasten Sie sich, indem Sie eine externe Person mit diesen Aufgaben betrauen. Gutes Projektmanagement wird Ihnen viel Zeit und Mühe ersparen.

Besprechen Sie den zeitlichen und finanziellen Aufwand für das Projekt Nachfolgeregelung mit Ihrer Kundenpartnerin oder Ihrem Kundenpartner. Definieren Sie gemeinsam Ziele und setzen Sie Termine und Verantwortlichkeiten fest: Wer soll bis wann welche Leistung erbringen? Dabei lohnt es sich, vom Groben ins Detail zu planen. Legen Sie zu jeder Prozessphase Meilensteine fest.

In sieben Schritten zur Firmenübergabe

Wenn Sie anfangen, sich mit Ihrer Nachfolge zu beschäftigen, verschaffen Sie sich erst einen Gesamtüberblick. Wie steht Ihr Unternehmen da? Welche Herausforderungen kommen auf Ihr Unternehmen zu, und wie können Sie diesen am besten begegnen? Betrachten Sie Ihre unternehmerische und persönliche Situation. Denn eine gelungene Nachfolge-Regelung sichert nicht nur Ihr Unternehmen, sondern auch Ihre persönliche finanzielle Zukunft.

 

Fairness als Grundlage des Prozesses

Die Übergabe Ihres Unternehmens betrifft nicht nur Sie als Unternehmerin oder Unternehmer. Sondern auch Ihre Familie und eventuell vorhandene weitere Anteilseigner. Die Regelung von Eigentums-, Führungs- und Vermögensnachfolge ist für die Beteiligten immer auch eine Frage der Gerechtigkeit. Sobald es um die Verteilung von Aktien, Vermögen, Führungspositionen und Verwaltungsratssitzen geht, prallen in Unternehmen und Familie mitunter verschiedene Gerechtigkeitsvorstellungen aufeinander. Viele Unternehmerinnen und Unternehmer drohen dabei in einen Konflikt zu geraten: Als Eltern möchten sie alle ihre Kinder gleich behandeln, als Unternehmerinnen und Unternehmer sind sie gewohnt, Leistung zu honorieren.

Die Erfahrung zeigt: Die Fairness während des Entscheidungsprozesses ist mindestens so wichtig wie die subjektiv empfundene Fairness des Ergebnisses. Die meisten können eine Entscheidung leichter akzeptieren, die sie als Resultat eines fairen Aushandlungsprozesses erleben – selbst wenn sie zu deren Ungunsten ausfällt. Wer eine Nachfolgeregelung hingegen als willkürlich erlebt, hat oft grosse Mühe, diese anzunehmen. Wenn es Ihnen gelingt, Ihren Nachfolge-Prozess fair und transparent zu gestalten, haben Sie sehr gute Chancen, dass die Regelung Ihrer Nachfolge auf breiter Basis akzeptiert wird.

Wie erreichen Sie Fairness in Ihrem Nachfolge-Prozess? Indem Sie den drei Prinzipien Kommunikation, Partizipation und Transparenz Beachtung schenken.

Kommunikation

Unausgesprochene und unrealistische Erwartungen sind eine häufige Ursache von Missverständnissen und Enttäuschungen. Beim Finden einer tragfähigen Nachfolge-Lösung ist es deshalb wichtig, dass alle betroffenen Familienmitglieder die Gelegenheit erhalten, ihre Erwartungen und Vorstellungen zu äussern.

Partizipation

Familienmitglieder und Gesellschafter sollten die Möglichkeit bekommen, sich aktiv in die Diskussion um die Nachfolgeregelung einzubringen – sofern es sie direkt betrifft. Beziehen Sie insbesondere die jüngere Generation frühzeitig in die Gespräche mit ein. Ist diese an einer Übernahme des Unternehmens interessiert? Dann finden Sie heraus, wie sich diese vorstellen, die Eigentums- und allenfalls Führungsverantwortung wahrzunehmen. Diskutieren Sie alle Bereiche offen und ehrlich miteinander. Langfristig erweisen sich jene Entscheidungen tragfähiger und bindender, die auf einem partizipativ erarbeiteten Konsens beruhen. Eine Diskussion auf Augenhöhe senkt das Risiko, dass Sie im Nachhinein torpediert werden.

Transparenz

Fairness bedeutet nicht, dass Entscheide stets einstimmig gefällt werden müssen. Manche Familienmitglieder und Aktionärinnen und Aktionäre haben aufgrund ihrer Position oder Kapital-Beteiligung mehr Macht und Einfluss im Entscheidungsprozess als andere. Fairness richtet das Augenmerk darauf, Entscheidungskriterien und -prozesse transparent zu machen: Warum ist ein Verkauf des Unternehmens angebracht? Welche Anforderungen muss eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger erfüllen? Dabei ist es wichtig, dass für externe Personen dieselben Bedingungen gelten wie für familieninterne.

Sie wollen Schritt für Schritt Ihre Nachfolge regeln?


In unserer Broschüre «Nachfolgeregelung in KMU» zeigen wir Ihnen alle Schritte - inklusive Best-Practice-Grundsätzen.

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Firma verkaufen

Nicht immer ist eine Nachfolgeregelung innerhalb der eigenen Familie möglich. Wenn die jüngere Generation Ihrer Familie andere berufliche Interessen verfolgt, kommen auch Geschäftspartner, kompetente Mitarbeitende oder externe Führungskräfte in Frage. Lassen Sie sich beim Verkauf Ihres Unternehmens nicht nur von der Höhe der Kaufangebote leiten. Berücksichtigen Sie auch Aspekte wie etwa eine Standort- oder Arbeitsplatz-Garantie für Ihre Belegschaft. Wären Sie froh um eine fachlich versierte Einschätzung? Wir stehen Ihnen mit unseren Nachfolge-Spezialistinnen und -Spezialisten gerne zur Seite.

Unternehmenswert ermitteln

Wie viel ist Ihr Unternehmen wert? Die Bewertung Ihres Unternehmens ist meist eine sehr wichtige Grundlage für eine bedeutende unternehmerische oder persönliche Entscheidung. Als Unternehmerin oder Unternehmer sind Sie es gewohnt und darauf angewiesen, dass Sie Ihre Entscheidungen auf verlässlichen Grundlagen fällen können.

Eine verlässliche Unternehmensbewertung muss deshalb folgende Bedingungen erfüllen:

  • Das Bewertungsverfahren muss methodisch korrekt sein und in allen Teilen nachvollziehbare Berechnungen beinhalten.
  • Die verwendeten Parameter (z.B. Kapitalisierungszinsfuss) müssen offen gelegt sein.
  • Die getroffenen Annahmen müssen begründet sein.

Die Bewertung Ihres Unternehmens ist nicht bloss eine mathematisch-methodische Berechnung und Herleitung von objektiven Zahlen und Fakten. Sie ist auch die Beurteilung von hypothetischen Annahmen und subjektiven Einschätzungen aufgrund von zukunftsorientierten Finanz- und Marktdaten.

Als Verantwortliche(r) für Ihre Entscheidungen müssen Sie die Zusammenhänge und das Zustandekommen der Unternehmensbewertung verstehen. Insbesondere müssen Sie erkennen können, welche Parameter und Faktoren je nach Interessenlage variabel sind. Und welche Bedeutung diese Variablen für den Unternehmenswert haben.

Im Wissen dieser Grundlagen und der unterschiedlichen Bewertungsmethoden sind Sie in der Lage, bewusste und zweckmässige Entscheidungen für Ihr Unternehmen zu treffen.

Die Glossar der Unternehmensbewertung

Cashflow (vereinfachte Erklärung)

Barmittel, welche durch die operative Tätigkeit am Ende des Geschäftsjahres mehr in der Kasse sind. Ausgehend vom Ergebnis der Jahresrechnung sind dies der Gewinn zuzüglich der Abschreibungen, der nicht baren Aufwendungen (z.B. Zunahme der Rückstellungen) sowie Veränderung des Netto-Umlaufvermögens, der Investitionen und Desinvestitionen sowie der Aufnahme und Rückzahlung von Darlehen.

Due Diligence

Sorgfaltsprüfung. Diese Prüfung wird im Sinne einer Zweitmeinung vom Käufer durchgeführt, wenn die Unternehmensbewertung vom Verkäufer erstellt wurde. Der Käufer will darüber Sicherheit, ob die Bewertung methodisch und inhaltlich korrekt durchgeführt wurde und ob alle wesentlichen Risiken offengelegt wurden. Einschränkende Due-Diligence-Ergebnisse führen in der Regel zu Änderungen des Kaufpreises.

Earn-out

Der Verkäufer und der Käufer vereinbaren den endgültigen Kaufpreis vom Erreichen bestimmter Bedingungen wie Umsatz, Cashflow, Gewinn abhängig zu machen. Das heisst, dass der Verkäufer einen besseren Verkaufspreis erzielen kann, wenn die vereinbarten Bedingungen erfüllt werden können. Problematisch ist, dass der Verkäufer in der Regel keinen operativen Einfluss mehr auf die Geschäftsführung nehmen kann.

EBIT

Earnings Before Interest and Taxes. Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern. Dieser Wert zeigt die Ertragskraft einer Unternehmung unabhängig von der Höhe des verzinslichen Fremdkapitals und ohne Belastung der Ertragssteuern durch den Fiskus.

EBDIT

Earnings Before Interest, Taxes and Depreciations. Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Dieser Wert zeigt die Ertragskraft eines Unternehmens ohne den Wertverzehr der Anlagen.

Entity-Methode

Der Unternehmenswert wird auf der Grundlage des Gesamtkapitals ermittelt. Der zu kapitalisierende nachhaltige Erfolg basiert auf dem freien Cashflow vor Zinsen. Der FCF vor Zinsen wird mit dem gewichteten Zinssatz aus Fremdkapitalzins und Eigenkapitalzins (WACC) kapitalisiert. Vom kapitalisierten Gesamtkapital werden die verzinslichen Schulden in Abzug gebracht.

Equity-Methode

Der Unternehmenswert wird auf der Grundlage des Eigenkapitals ermittelt. Der zu kapitalisierende Erfolg basiert auf dem freien Cashflow nach Zinsen. Der FCF nach Zinsen wird mit dem Eigenkapitalzinssatz kapitalisiert. Ein Abzug des verzinslichen Fremdkapitals erübrigt sich.

FCF Free Cashflow

Freier Cashflow. Der Freie Cashflow drückt aus, wie viel vom operativen Cashflow nach Abzug der Investitionen und der Veränderung von Darlehen u.dgl. dem Investor zur Verfügung steht.

Going-Concern

Unternehmungsfortführung. Die Bewertung der Unternehmung erfolgt unter der Prämisse, dass die Gesellschaft in der angegebenen Form auf unbestimmte Zeit fortbestehen kann. Sollte die Fortführung der Unternehmung unsicher oder ernsthaft gefährdet sein, müsste dies mit einem höheren Risikozinssatz oder sogar mit dem Liquidationswert berücksichtigt werden.

Hockey-Stick-Effekt

Wenn der Erfolg einer Unternehmung grafisch dargestellt eine wesentliche Verbesserung erfährt, ergibt sich eine Kurve, die mit einem Hockey-Stick vergleichbar ist.

Leverage-Effekt

Ein fremdfinanzierter Unternehmungskauf trägt zur Verbesserung der Eigenkapitalrendite bei, wenn das Fremdkapital günstiger ist als die angestrebte Eigenkapitalrendite.

M & A Spezialisten

Spezialisten, die sich professionell mit Unternehmungskäufen und -verkäufen, Umstrukturierungen und dergleichen beschäftigen.

Management-Buy-out

Der Kauf der Unternehmung erfolgt durch das bisherige Management. Das Management hat aktiv zum (Mehr)Wert der Unternehmung beigetragen. Die operativen Strukturen in der Unternehmung können in der Regel unverändert beibehalten werden.

Management-Buy-in

Der Kauf der Unternehmung erfolgt durch einen Investor oder eine Gruppe, welche(r) die künftige Geschäftsführung übernehmen werden. Die operativen Strukturen in der Unternehmung werden in der Regel den neuen Bedürfnissen der Käufer angepasst.

Multiples

Multiplikator. Bei der Bewertung nach der Multiples-Methode wird ein bestimmter Wert der Unternehmung (z.B. EBIT oder Umsatz) mit einem branchen- und risikoabhängigen Faktor multipliziert. Dieser Faktor stammt aus einer verlässlichen Datensammlung von Transaktionen mit vergleichbaren Unternehmen. Bei nicht börsenkotierten Unternehmen werden diese Faktoren von M&A-Gesellschaften zusammengetragen.

WACC

Weighted Average Cost of Capital: gewichtete durchschnittliche Gesamtkapitalkosten. Dieser Kapitalkostensatz wird für die Kapitalisierung der freien Cashflows vor Zinsen (Equitiy-Methode) verwendet.

Sie möchten sich mehr über die komplexe Unternehmensbewertung informieren?


Unsere Broschüre «Unternehmensbewertung» gibt Ihnen eine verständliche Übersicht.

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