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Corporate Governance

Wir legen grossen Wert auf  Transparenz und veröffentlichen die Angaben über die oberste Führungseben der Bank im Jahresbericht in enger Anlehnung an den Anhang der SIX Swiss Exchange-Richtlinie betreffend Informationen zur Corporate Governance, soweit sie für uns als selbständige Anstalt des öffentlichen Rechts Anwendung finden.

Corporate Governance ist gemäss dem per 28. August 2014 überarbeiteten „Swiss Code of Best Practice for Corporate Governance“ (Swiss Code) des Verbands der Schweizer Unternehmen die Gesamtheit der auf das nachhaltige Unternehmensinteresse ausgerichteten Grundsätze, die unter Wahrung von Entscheidungsfähigkeit und Effizienz auf der obersten Unternehmensebene Transparenz und ein ausgewogenes Verhältnis von Führung und Kontrolle anstreben. Damit verbunden sind Angaben im Jahresbericht, die von der SIX Swiss Exchange (Schweizer Börse) in ihrer Richtlinie vom 1. September 2014 für börsenkotierte Unternehmen vorgeschrieben werden. Die Aargauische Kantonalbank als Institut im Eigentum des Kantons Aargau veröffentlicht im Jahresbericht diese Angaben in enger Anlehnung an Anhang der SIX-Richtlinie betreffend Informationen zur Corporate Governance sowie an die Richtlinien des Regierungsrats zur Public Corporate Governance vom 18. September 2013 (Stand 19. August 2015), soweit sie für eine selbständige Anstalt des öffentlichen Rechts Anwendung finden.

Rechtsform & Gesetz

Verfassung

Die Aargauische Kantonalbank ist eine öffentlich-rechtliche Staatsanstalt im vollständigen Eigentum des Kantons Aargau. Ihre Rechtsgrundlage ist § 57 der Kantonsverfassung vom 25.06.1980 (Stand 01.08.2013): „Der Kanton unterhält zur Förderung der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung eine Kantonalbank.“

Gesetz über die Aargauische Kantonalbank

Das Gesetz über die Aargauische Kantonalbank vom 27.03.2007 (Stand 01.01.2016) regelt Rechtsform, Sitz, Zweck, Kapitalausstattung, Staatsgarantie, Aufsicht, Organisation und Gewinnverteilung.

Organisation

Geschäfts- und Organisationsreglement der Aargauischen Kantonalbank

Das Geschäfts- und Organisationsreglement der Aargauischen Kantonalbank vom 03.04.2008 (Stand 13.01.2016) regelt den Geschäftskreis, das Zinsengeschäft, die Bilanzneutralen Geschäfte, den Handel sowie die Organisation der Bank.

Reglement der Aargauischen Kantonalbank über die Corporate Governance

Das Reglement der Aargauischen Kantonalbank über die Corporate Governance vom 16.08.2012 (Stand 28.01.2016) regelt die Eigentümerschaft, Bankrat und Geschäftsleitung, die Revision sowie die Offenlegung.

Organe

Bankrat

Der Bankrat und die Bankratspräsidentin bzw. der Bankratspräsident werden auf Antrag des Regierungsrats bzw. auf Vorschlag des Bankrats durch den Grossen Rat für eine Amtszeit von vier Jahren gewählt. Im Übrigen konstituiert sich dieser selber. Die Bankratsmitglieder haben die Anforderungen des Kantonalbankgesetzes und der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) zu erfüllen. Wählbar in den Bankrat sind Personen, die Gewähr für eine einwandfreie Geschäftstätigkeit bieten, einen guten Ruf geniessen und die erforderlichen Fachkenntnisse, Erfahrung und zeitliche Verfügbarkeit aufweisen. Die Mehrheit des Bankrats hat insbesondere über ausgewiesene Kenntnisse und Erfahrung in Unternehmensführung oder in den Bereichen Finanzdienstleistung, Rechnungslegung oder Recht zu verfügen. Die Mitglieder des Bankrats dürfen nicht als Angestellte, Beauftragte oder Organe eines die Bank in ihrem Kerngeschäft und in ihrem Hauptgeschäftskreis konkurrenzierenden Unternehmens tätig oder Mitglied des Grossen Rats und der Geschäftsleitung der Bank sein. Weiter müssen sie ihre persönlichen und geschäftlichen Verhältnisse grundsätzlich so ordnen, dass Interessenkonflikte mit dem Institut möglichst vermieden werden. Bei Amtsantritt darf ein Mitglied dem Bankrat noch nicht 14 Jahre angehört oder nicht das 68. Altersjahr vollendet haben.

Die Mitglieder des Bankrats sowie der Bankratspräsident wurden durch den Grossen Rat am 2. Juli 2013 für eine ausserordentliche Amtsdauer vom 1. Oktober 2013 bis 31. Dezember 2018 neu bzw. wieder gewählt. Die Vorschläge des Bankrats bei einer Ergänzungswahl zu Handen von Regierungsrat und Grossem Rat werden Ziff. 12 des Swiss Code mitberücksichtigen, wonach dem Bankrat auch weibliche Mitglieder angehören sollen.

Sämtliche Mitglieder des Bankrats sind Schweizer Nationalität.

Das Rundschreiben 08/24 der FINMA über die Überwachung und interne Kontrolle vom 20. November 2008 definiert u.a. Unabhängigkeitskriterien für die Mitglieder des Bankrats und es schreibt vor, dass mindestens ein Drittel des Bankrats unabhängig sein sollte. Sämtliche Mitglieder des Bankrats sind im Sinne von Randziffer 20 bis 24 des Rundschreibens unabhängig, d.h. auch, dass diese keine geschäftlichen Beziehungen mit der Bank aufweisen, welche aufgrund ihrer Art oder ihres Umfangs zu einem Interessenkonflikt führen. Als unabhängig gemäss Ziff. 14 des Swiss Code gelten nicht exekutive Mitglieder des Bankrats, die mit der Bank in keinen oder nur verhältnismässig geringfügigen geschäftlichen Beziehungen stehen. Der Bankratspräsident (Dieter Egloff) mit einem Arbeitspensum von 60 % ist exekutives Organmitglied, weshalb er nicht als unabhängig gemäss Ziff. 14 gilt; die übrigen Mitglieder des Bankrats sind im Sinne dieser Ziffer unabhängig.

Ausschüsse

Personal- und Vergütungsausschuss

Der Personal- und Vergütungsausschuss überprüft und diskutiert periodisch die Zweckmässigkeit der internen Organisationsstruktur, die Nachfolgeplanung auf Stufe Bankrat und Geschäftsleitung, die Grundsätze der Personalpolitik der Bank und beurteilt zu Handen des Bankrats die Risikosituation für Personalbelange der Gesamtbank. Vorsitzender des Ausschusses ist auch in Bezug auf die Vergütungsfragen der exekutive Bankratspräsident (Ziff. 25 und 32 Swiss Code).

Dem Ausschuss gehören an:

  • Dieter Egloff, Vorsitz
  • Thomas Eichler
  • Hans-Ulrich Pfyffer
  • Peter Suter

Der Ausschuss kann die Geschäftsleitung zu seinen Sitzungen mit beratender Stimme beiziehen.

Prüfungs- und Risikoausschuss

Der Prüfungs- und Risikoausschuss (Audit Committee) macht sich ein Bild von der wirksamen Kontrolle der Internen Revision und der externen Revisionsstelle, und er beurteilt die Funktionsfähigkeit des internen Kontrollsystems mit Einbezug der Risikokontrolle und der Einhaltung der gesetzlichen und regulatorischen Normen (Compliance). Er geht die Jahresrechnung sowie die Zwischenabschlüsse kritisch durch, prüft die Qualität der zugrundeliegenden Rechnungslegungsprozesse und vergewissert sich, dass die gesetzlichen und internen Bilanzierungs- und Rechnungslegungsvorschriften eingehalten werden. Zudem analysiert er die Prüfberichte über die Rechnungs- und Aufsichtsprüfung. Der Ausschuss setzt sich im Sinne von Randziffer 38 des Rundschreibens 08/24 der FINMA über die Überwachung und interne Kontrolle bzw. von Ziff. 23 des Swiss Code aus nicht exekutiven und unabhängigen Mitgliedern des Bankrats zusammen.

Dem Ausschuss gehören an:

  • Hans-Ulrich Pfyffer, Vorsitz
  • Thomas Eichler
  • Hans Peter Kunz
  • Thomas Zemp

Der Bereichsleiter Kredite, Finanzen & BI und der Chief Risk Officer nehmen an den Sitzungen des Ausschusses mit beratender Stimme teil, die übrigen Mitglieder der Geschäftsleitung, der Leiter der Internen Revision und der Mandatsleiter der externen Revisionsstelle sowie weitere Bankmitarbeitende werden bei Bedarf zugezogen.

Strategieausschuss

Der Strategieausschuss überprüft die Ausrichtung der Bank und die Auswirkungen von Umfeldveränderungen im Hinblick auf den kurz-, mittel- und langfristigen Erfolg.

Dem Ausschuss gehören an:

  • Hans Bürge, Vorsitz
  • Dieter Egloff
  • Beni Strub
  • Peter Suter
  • Thomas Zemp

Die Geschäftsleitung nimmt an den Sitzungen des Ausschusses mit beratender Stimme teil.

Geschäftsleitung

Die Geschäftsleitung tätigt die Geschäfte der Bank und die Bilanzsteuerung im Rahmen der gesetzlichen und regulatorischen Bestimmungen bzw. im Rahmen der vom Bankrat erlassenen Risikopolitik, der risikopolitischen Vorgaben (Limitensystem und Schwellenwerte) sowie der Kredit-, Handels-, Liquiditäts- und Bilanzstrukturmanagementreglemente.

Das Reporting an den Bankrat durch die Geschäftsleitung erfolgt mindestens quartalsweise und umfasst insbesondere die Entwicklung des Geschäftsganges, die Ertragslage, die Exposition in den Kategorien Markt-, Ausfall- und operationelles Risiko sowie den Stand von strategischen Projekten der Bank. Dafür ist ein standardisiertes Reporting eingerichtet. Ausserordentliche Ereignisse werden dem Bankrat unverzüglich zur Kenntnis gebracht.

Vergütungsbericht

Die AKB legt dem Grossen Rat und der Öffentlichkeit die Angaben zu den Vergütungen der obersten Leitungsorgane der AKB in Anlehnung an die Vorschriften für börsenkotierte Gesellschaften dar. Dies vor dem Hintergrund, dass der Kanton Aargau mit seinen Einwohnerinnen und Einwohnern Eigentümer der Bank ist und gleiche Transparenzansprüche an diese stellen darf wie an börsenkotierte Gesellschaften.

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