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Nachhaltigkeit

Die Nachhaltigkeit hat bei der AKB eine lange Tradition.

Für die Strategieperiode 2021-2024 haben wir die Nachhaltigkeit zu einem zentralen Eckpfeiler bestimmt und rücken damit unsere Verantwortung in allen drei Dimensionen noch weiter in den Fokus. Ökologische und soziale Überlegungen sind dabei ein wesentlicher Teil der unternehmerischen Entscheidungen. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, im Marktgebiet als die nachhaltigste Finanzdienstleisterin wahrgenommen zu werden.

Der Leitgedanke der Nachhaltigkeit ist facettenreich. Neben ökologischen Themen spielen auch Menschen und insbesondere unternehmerische Aspekte eine zentrale Rolle. Nachhaltigkeit bedeutet aber auch Beständigkeit und Zukunftsfähigkeit. Diese beiden Eigenschaften passen ausgezeichnet zur AKB. Seit nunmehr 107 Jahren ist die AKB als Bank der Aargauerinnen und Aargauer Ansprechpartnerin für Finanzfragen, bietet über 800 Arbeitsplätze und setzt auf eine ressourcenschonende Unternehmensführung.

Der vorliegende Nachhaltigkeitsbericht kommt im Vergleich zu den Vorjahren in einer etwas anderen Form daher. Neu finden Sie in diesem Bericht Beiträge und Geschichten, wie die AKB das Klima besser schützt, weshalb sie eine gute Arbeitgeberin ist und inwiefern sie ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht wird. Zusätzlich informiert die AKB weiterhin separat über ihr Nachhaltigkeitsengagement unter Anwendung der geltenden Standards der Global Reporting Initiative (GRI).

Wir freuen uns, für Sie als Bank eine verlässliche Partnerin zu sein und werden noch stärker auf nachhaltige Finanzdienstleistungen setzen, die für Sie attraktiv sind.

So nachhaltig wird die AKB in der Öffentlichkeit wahrgenommen

Die AKB hat im Sommer 2020 in Zusammenarbeit mit Demoscope eine Einschätzung über die Aussenwahrnehmung der Bank zum Thema Nachhaltigkeit durchgeführt. Im Zentrum der Befragung stand, wie die Bevölkerung im Marktgebiet die AKB einschätzt, welche Bedürfnisse an die Bank in Nachhaltigkeitsthemen gestellt werden und wie es um spezifische Wert- und Forderungshaltungen steht. Um mögliche Veränderungen in der Wahrnehmung aufzuzeigen, erfolgt am Ende der Strategieperiode 2021-2024 eine Wiederholung der Befragung. Dies insbesondere vor dem Hintergrund der neuen strategischen Zielsetzung der AKB, bis 2024 im Kanton als die nachhaltigste Bank zu gelten.

Wichtigkeit

90 %


der Befragten beurteilen die Nachhaltigkeit als wichtig oder eher wichtiges Thema.

Verhalten

78 %


der Befragten ist ein nachhaltiges Verhalten ihrer Bank wichtig oder eher wichtig.

Wahrnehmung

68 %


der AKB-Kundinnen und -Kunden beurteilen ihre Bank als nachhaltig.

Finanzprodukte

22 %


der Befragten haben bis jetzt nachhaltige Finanzprodukte gekauft.

GRI-Content-Index

Die Global Reporting Initiative (GRI) schafft die Grundlagen für einheitliche und weltweit anwendbare Standards in der Nachhaltigkeitsberichterstattung. Der GRI-Content-Index zeigt dabei auf, in welchen Publikationen der AKB und an welcher Stelle (Verweis) die allgemeinen und speziellen Standardangaben des aktuellen GRI-Standards-Leitfadens zu finden sind.

Zusätzlich publiziert die AKB die Resultate zum Verbrauch der ökologischen Ressourcen auch nach den Grundsätzen von VfU und stellt damit die Vergleichbarkeit mit den Vorjahren und mit anderen Finanzinstituten sicher.

Erfahren Sie mehr über die AKB-Nachhaltigkeit

Corporate Profile

Die AKB ist eine führende Universalbank für Privat- und Firmenkunden sowie für institutionelle Anlegende. Sie fördert die wirtschaftliche und soziale Entwicklung im Kanton Aargau und im angrenzenden solothurnischen Gebiet Olten-Gösgen-Gäu und berücksichtigt besonders die Bedürfnisse der Bevölkerung. Ausserhalb der Schweiz unterhält sie keine Geschäftsstellen, kann aber im Ausland Geschäfte tätigen und Dienstleistungen anbieten, sofern daraus keine unverhältnismässigen Risiken entstehen. Die Marke AKB ist ein Synonym für Vertrauen, Qualität und Sicherheit. Mit dem Markenversprechen "Am richtigen Ort" weckt die Bank Erwartungen und zeigt damit auf, dass die Anspruchsgruppen mit ihren Bedürfnissen, Wünschen und Plänen jederzeit willkommen und bestens aufgehoben sind. Die AKB bietet Produkte und Dienstleistungen einer Universalbank wie Zahlungsverkehr, Sparen und Anlegen, Finanzieren, Vorsorge, Steuern sowie Nachfolge an.

Nachhaltige Unternehmensführung

Die AKB setzt auf ein nachhaltiges Wachstum, das auf Vertrauen, Sicherheit und Kundennähe sowie auf einem verantwortungsvollen Umgang mit den natürlichen Ressourcen basiert. Sie integriert ökologische und soziale Themen in ihre unternehmerischen Entscheidungen. Die AKB führt einen ständigen Dialog mit allen ihren Anspruchsgruppen. Die Nachhaltigkeit ist in der Gesamtbankstrategie 2016-2020 verankert und basiert auch auf dem Leistungsauftrag im Kantonalbankengesetz zur Förderung der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung im Kanton Aargau.

Nachhaltigkeitscharta

Die Nachhaltigkeits-Charta beinhaltet sämtliche Grundlagen, Schwerpunkte und Leitlinien des AKB Nachhaltigkeitsmanagements und gilt als Basis für alle künftigen Anstrengungen. Mit der Ausarbeitung griffiger Richtlinien sollen Kriterien wie Legitimation, Durchsetzungskraft und Verbindlichkeit der Nachhaltigkeit sichergestellt werden.

Nachhaltigkeitsgremium

Das Nachhaltigkeitsgremium ist die zentrale Fachstelle zur Meinungsbildung, Umsetzung und Weiterentwicklung des Themas Nachhaltigkeit bei der AKB. Dazu gehören die Auswahl der prioritären Handlungsfelder, die Erarbeitung von Vorbereitungsentscheiden für die gesamte Geschäftsleitung und die Berücksichtigung von Trends und Entwicklungen. Das Ziel ist, sowohl die interne als auch die externe Wahrnehmung der AKB-Nachhaltigkeit auszubauen und zu festigen. Das Nachhaltigkeitsgremium trifft sich im Zweimonatsrhythmus und diskutiert bzw. entscheidet über geplante Massnahmen und definiert passende Vorgehensweisen.

Aktuell setzt sich also das Nachhaltigkeitsgremium aus zehn Persönlichkeiten zusammen (siehe Box). Die vorerst letzte personelle Änderung im AKB-Nachhaltigkeitsgremium steht Anfang Juni 2021 an. Dann nimmt der neue Nachhaltigkeitsbeauftragte Urs Podzorski seine Tätigkeit auf und wird für frischen Wind und neue Ideen sorgen. Mit diesen neuen Kräften stärkt die AKB ihr Nachhaltigkeitsmanagement weiter und legt die Grundlage für eine erfolgreiche Zielerreichung, bis 2024 in der Öffentlichkeit als nachhaltigstes Finanzinstitut wahrgenommen zu werden.

 

Hans-Ulrich Pfyffer
Leiter Prüfungs- und Risikoausschuss

 

Dieter Widmer
Direktionspräsident

 

René Chopard
Stv. Direktionspräsident

 

Mirco Hager
Bereichsleiter Kundenlösungen

 

Christine Honegger
Leiterin Kommunikation

 

Silvio Tedone
Leiter Kompetenzcenter Kredite

 

Regula Simsa Lazic
Fachspezialistin Research

 

Andreas Koch
Leiter Human Resources

 

Ivo Altstätter
Leiter Infrastruktur und Sicherheit

 

Prof. Dr. Claus-Heinrich Daub
Externer Fachexperte

Nachhaltigkeitsziele 2021

Für das Geschäftsjahr 2021 hat sich die AKB im Rahmen der wesentlichen Themen folgende Nachhaltigkeitsziele gesetzt:

Kerngeschäft

Compliance

  • Erarbeitung und Einführung eines neuen Ausbildungskonzepts für die Mitarbeitenden.

Sicherheit

  • Integration klimabezogener Finanzrisiken in das bestehende Risikomanagement der AKB.

Nachhaltigkeitsprodukte

  • Umsetzung des neu definierten Nachhaltigkeitskonzepts in der AKB-Vermögensverwaltung
  • Etablierung des Nachhaltigkeitsansatzes in der Anlageberatung
  • Festlegung von Ausschlusskriterien in den Kreditrichtlinien und entsprechende Umsetzung im KMU- und Firmenkundengeschäft

Steigerung des Unternehmenswertes

  • Abschluss der Platzierung der CHF 100 Mio. aus dem Green Bond durch die Green Hypothek bis Ende 2021.

AKB als Arbeitgeberin

Chancengleichheit

  • Wiederbesetzungen im Jahr 2021 ab der Stufe «Mitglied der Direktion» zu 40% durch Frauen.

Attraktivität als Arbeitgeberin

  • Erhöhung der Teilzeitstellen um 10%
  • Vertiefende Schulung aller 160 Führungspersonen zur Umsetzung der transformationalen Führung bis Ende 2021

Gleichbehandlung

  • Erneute Bestätigung der Lohngleichheit nach Vorgaben des Bundes
  • Kein Fall von Diskriminierung
  • Überarbeitung und Roll out Verhaltens- und Ethikkodex bis Mitte 2021

Lieferantenkette

Die AKB berücksichtigt wo immer möglich regionale Lieferanten und erfüllt damit ihren Auftrag zur Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung des Kantons Aargau. Sie setzt auf professionelle und faire Geschäftsbeziehungen. In den «Richtlinien zur Nachhaltigkeit für Lieferanten und Partner» hat sie Ende 2015 Mindeststandards für die nachhaltige Zusammenarbeit mit ihren Lieferanten definiert (vgl. Nachhaltigkeitsbericht 2015, Seite 87). Diese sind heute noch gültig. Die Richtlinien legen die Anforderungen betreffend Umweltstandards sowie Sozial- und Arbeitsstandards fest und bilden die Grundlage für ökologische sowie ethische Mindestanforderungen in der Einkaufsund Beschaffungspolitik der AKB. Seit 2016 müssen diese Richtlinien bei allen neuen Verträgen von den Lieferanten unterschrieben werden. Mit ihrer Unterschrift garantieren die Lieferanten, dass sie bei der Auswahl ihrer Drittlieferanten die gleichen Arbeits- und Umweltstandards einfordern respektive garantieren.

Anspruchsgruppen

Im AKB Leitbild sind die Anspruchsgruppen aufgeführt, für die im Rahmen des Leistungsauftrags ein langfristiger Mehrwert geschaffen wird. Eine dauerhafte und erfolgreiche Beziehung zu sämtlichen Anspruchsgruppen baut auf einem fairen und respektvollen Umgang sowie einem offenen Dialog auf. Von einer verlässlichen Bank als Ansprechpartnerin und einem prosperierenden Geschäftsumfeld profitieren verschiedene Anspruchsgruppen.

Mitarbeitende

Die Kompetenzen und das Know-how der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind das wichtigste Kapital für den Erfolg und den langfristigen Fortbestand der AKB. Dank deren Motivation und Leistungsbereitschaft können einerseits die Kundinnen und Kunden optimal betreut und andererseits die ambitionierten Ziele der Bank erreicht werden.

Kunden

Die Kundinnen und Kunden bzw. ihre Bedürfnisse stehen im Mittelpunkt der Geschäftstätigkeit der AKB. Als kompetente und faire Geschäftspartnerin richtet die AKB ihr Angebot konsequent auf die Anliegen ihrer Kundschaft aus und zeichnet sich dabei durch höchste Professionalität aus.

Lieferanten und Partner

Als eine wichtige Einkäuferin von Produkten und Dienstleistungen pflegt die AKB ein grosses Beziehungsnetz zu vielen Lieferanten. Beim Umgang mit sämtlichen Geschäftspartnern achtet die AKB auf die Einhaltung von ökologischen, arbeits- und menschenrechtlichen Standards, die sie mit entsprechenden vertraglichen Vereinbarungen sicherstellt.

Eigentümer (Kanton)

Die AKB schafft einen dauerhaften Mehrwert für ihre Kundschaft, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und den Kanton Aargau. Als Kennerin des regionalen Marktes und im Wissen ihrer volkswirtschaftlichen Verantwortung setzt die AKB konsequent auf ein nachhaltiges Geschäftsmodell. Davon profitiert der Kanton Aargau neben der Verzinsung des Dotationskapitals und der Abgeltung der Staatsgarantie insbesondere durch die Gewinnablieferung.

Bürger

Als Bank der Aargauerinnen und Aargauer ist die AKB erste Adresse bei Finanzfragen und leistet einen wichtigen Beitrag sowie förderliche Rahmenbedingungen für ein sich gut entwickelndes Wirtschaftsumfeld im Kanton. Davon profitiert nicht nur die AKB Kundschaft, sondern alle Bürgerinnen und Bürger im Geschäftsgebiet der Bank.

Politiker/Parteien

Die AKB pflegt einen aktiven Dialog mit Politikern bzw. Parteien und informiert zeitnah über eine breite Palette an Themen, die für die Bank relevant sind.

Verbände

Mit der Unterstützung von Verbänden trägt die AKB einen sehr grossen Beitrag zur sozialen und wirtschaftlichen Stabilität einer Region oder eines Wirtschaftszweigs bei und begünstigt die Meinungsbildung.

Organisationen

Durch das aktive Engagement der AKB bei verschiedenen Organisationen werden frühzeitig gesellschaftliche Ansprüche und Entwicklungen erkannt, die Einfluss auf die Geschäftstätigkeit der Bank haben könnten.

Die Grundlage des wirtschaftlichen Erfolgs der AKB bilden das Vertrauen und das professionelle Zusammenwirken mit ihren Anspruchsgruppen. Dieses Vertrauen zu sichern und sich als zuverlässige Partnerin zu positionieren, ist für die Bank in einem herausfordernden Umfeld von grosser Bedeutung. Vertrauen entsteht durch den offenen Dialog. Der Austausch erfolgt über individuelle Gespräche und persönliche Begegnungen, anlässlich von externen Kundenanlässen oder internen¬ Events wie z.B. den internen Nachhaltigkeitsanlässen, bei der Zusammenarbeit in Projekten oder der Mitgliedschaft in Verbänden und Organisationen. Ebenfalls bringt sich die AKB aktiv in den politischen Dialog ein und legt Rechenschaft zu ihren Zahlen ab.

Reporting

Die AKB orientiert sich seit 2009 an der Global Reporting Initiative (GRI). Unsere Nachhaltigkeitsberichterstattung umfasst das Geschäftsjahr 2020. Sie wurde in Übereinstimmung mit den GRI-Standards Option «Kern» erstellt. Den GRI-Content-Index der AKB finden Sie unter www.akb.ch/nachhaltigkeit/gri. In den Bereichen Kerngeschäft, AKB als Arbeitgeberin, Gesellschaft und Betriebsökologie setzt die AKB gezielte Massnahmen um und definiert für die berichtsrelevanten wesentlichen Themen entsprechende Ziele. Die Berichterstattung wurde nicht extern geprüft.

Wesentlichkeitsmatrix

Um zu erfahren, wie die Anspruchsgruppen das Thema Nachhaltigkeit beurteilen, steht die AKB im Dialog mit den verschiedenen Anspruchsgruppen. Nebst Kontaktmöglichkeiten im Rahmen der täglichen Arbeit hat die AKB im Berichtsjahr eine breit angelegte Online-Umfrage bei ihren Kundinnen und Kunden, dem Kanton Aargau als Eigentümerin sowie bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durchgeführt. Die im Dialog als für die AKB wesentlich genannten Themen bilden die Grundlage für die Erstellung der AKB-Wesentlichkeitsmatrix. Neben der Priorisierung der Themen aus Sicht der Anspruchsgruppen erfolgte auch eine Einschätzung der Wirkungsintensität durch die Geschäftsleitung. Dabei geht es um die Auswirkung der jeweiligen Themen auf eine nachhaltige Entwicklung der AKB. Je höher die Wirkungsintensität eines Themas beurteilt wird, desto höher ist auch der Hebel für Veränderungen. Die AKB konzentriert sich entsprechend auf Themen, die für die Anspruchsgruppen eine hohe Relevanz aufweisen, eng an das Kerngeschäft gekoppelt sind und eine hohe Wirkungsintensität haben. Diese Themen sind innerhalb der Wesentlichkeitsmatrix hervorgehoben. Obwohl kein Thema aus dem Bereich Gesellschaft im berichtsrelevanten Bereich positioniert ist, ist es für die AKB wichtig, sich auch hier nachhaltig zu engagieren.

Wesentlichkeitsmatrix

Compliance

Die Einhaltung von Gesetzen, Regularien und Branchenstandards schützt die Bank vor finanziellen Verlusten und Reputationsschäden und ist Grundlage für eine langfristige und verlässliche Partnerschaft mit allen Anspruchsgruppen. Sie ist aufsichtsrechtlich die Voraussetzung für das Erhalten der Banklizenz.

Compliance stellt die Ausbildung der Mitarbeitenden im Rahmen der Geldwäschereibekämpfung und der Vereinbarung zur Sorgfaltspflicht der Banken (VSB) sowie weiterer Compliance-relevanter Themen durch regelmässig durchgeführte und dokumentierte Schulungen sicher.

Im Rahmen der Zielvorgabe 2020 wollte die AKB durch ein neues Ausbildungskonzept sicherstellen, dass eine stufengerechte Einbindung aller Mitarbeitenden in der Aufrechterhaltung der Compliance erreicht wird. Da das Konzept hauptsächlich auf Präsenztrainings basiert, konnte eine Durchführung bedingt durch die Covid-19-Pandemie nicht erfolgen. Die Zielsetzung wird neu nun für das Jahr 2021 angestrebt.

Für die Identifikation, Beurteilung, Überwachung und Berichterstattung der Compliance-Risiken der Bank ist die dem Sektor General Counsel - Legal & Compliance zugehörige Compliance-Funktion zuständig. Sie ist eine von den ertragsorientierten Geschäftseinheiten unabhängige Kontrollinstanz und berät bzw. unterstützt den Bankrat, die Geschäftsleitung und alle Mitarbeitenden in der Wahrnehmung ihrer Verantwortung bei Compliance-Fragen und stellt die Überwachung sicher.

Gestützt auf die regelmässige Einschätzung der Compliance-Risiken werden die notwendigen Massnahmen definiert. Deren Wirksamkeit wird durch die Erhebung spezifischen Kennzahlen - sogenannten Risiko-Indikatoren - gemessen und im Rahmen der Berichterstattung an die Geschäftsleitung, den Prüfungs- und Risikoausschuss sowie den Bankrat rapportiert. Ebenso wird die interne Revision entsprechend informiert.

Steigerung des Unternehmenswertes

Die Förderung der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung ist im Leistungsauftrag der AKB begründet und damit verpflichtend. Sie schafft so einen langfristigen Mehrwert für ihre Kundinnen und Kunden, Mitarbeitenden sowie für den ganzen Kanton Aargau. Als öffentlich-rechtliches Institut mit Staatsgarantie trägt die Bank eine besondere Verantwortung und ist dadurch einer entsprechend hohen Anspruchshaltung der Öffentlichkeit ausgesetzt. Die AKB erfüllt diese Anforderungen durch ein Geschäftsmodell, das die Kundinnen und Kunden ins Zentrum des Handelns stellt und die lokale Wirtschaft sowie Gesellschaft vielfältig unterstützt. Alle damit verbundenen Massnahmen tragen ihren Teil zur Stärkung des Wirtschaftsraums im Marktgebiet der AKB bei.

Die AKB setzt sich auf vielfältige Weise für den Wirtschaftsraum Aargau ein und verpflichtet sich in ihrem Leitbild, unter anderem den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern sowie eine solide Eigenkapitalausstattung anzustreben. Die Eigentümerin hat in der Eigentümerstrategie die strategischen Interessen des Kantons Aargau dargelegt. Die darin festgehaltenen finanziellen Ziele sind allesamt auf die ökonomische Nachhaltigkeit ausgerichtet und beinhalten neben einer verlässlichen Ausschüttung auch eine stabile Eigenkapitalbasis.

Für das Jahr 2021 hat sich die AKB zum Ziel gesetzt, die Platzierung der CHF 100 Mio. aus dem Green Bond durch die Green Hypothek abzuschliessen.

Die AKB steht mit dem Aargauer Regierungsrat, in seiner Funktion als kantonales Aufsichtsorgan, dem Grossen Rat des Kantons Aargau, der die Oberaufsicht wahrnimmt, sowie der Grossratskommission Volkswirtschaft und Abgaben in einem engen Austausch. Damit verbunden sind auch die jährliche Genehmigung der Jahresrechnung und die Entlastung des Bankrats.

Chancengleichheit

Die vielfältigen Herausforderungen in der Gesellschaft verlangen von Unternehmen innovative und zeitgemässe Lösungen. Dazu werden die Stärken der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter genutzt und ihre Erfahrungen sinnvoll eingesetzt. Berücksichtigung finden immer auch die spezifischen Lebensumstände der Mitarbeitenden und damit auch die Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf. Dabei geht es um flexible Arbeitsformen oder Teilzeitanstellungen. Die Akzeptanz und die Förderung von Austausch und Talenten hat zudem positive Auswirkungen auf die Unternehmenskultur und beeinflusst dadurch den Unternehmenserfolg positiv.

In ihrem Leitbild hält die AKB fest, dass sie als attraktive Arbeitgeberin die Chancengleichheit ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bzw. von Frau und Mann sicherstellt.

Als familienfreundliches Unternehmen fördert die AKB mit der Möglichkeit von Teilzeitmodellen die Vereinbarkeit von Beruf und privaten sowie familiären Bedürfnissen. Alle Vollzeitstellen bei der AKB werden grundsätzlich mit einem Pensum von 80-100 % ausgeschrieben. 2020 lag der Anteil an Teilzeitmitarbeitenden bei rund 31%, wovon der Frauenanteil davon rund 65% ausmachte. Dieser Wert blieb im Jahresvergleich konstant und wird im Branchenvergleich als relativ hoch eingestuft.

Die Anzahl der Mitarbeitenden mit flexiblen Arbeitsmodellen (Teilzeit, Jobsharing und Home-Office) wurden im 2020 auch durch die Corona-Situation stark gefördert. Zwar ist der Anteil an Teilzeit-Mitarbeitenden knapp unter den angestrebten 10% verblieben, dafür ist Home Office zu einem allseitigen Standard geworden. Rund 80% der Mitarbeitenden können mehrheitlich mobil arbeiten, ausgerüstet mit der entsprechenden technischen Infrastruktur sind sämtliche Mitarbeitenden der AKB.

Im Juni 2019 hat der Bundesrat die Änderung des Gleichstellungsgesetzes zur besseren Durchsetzung der Lohngleichheit auf den 1. Juli 2020 in Kraft gesetzt und festgelegt, dass Unternehmen mit 100 oder mehr Angestellten die erste betriebsinterne Lohngleichheitsanalyse bis spätestens Ende Juni 2021 durchgeführt haben müssen.

Die AKB hat bereits im 2019 mit der auf Lohnfragen spezialisierten Firma CompOn eine externe Lohngleichheitsanalyse anhand des Standard-Analysemodells vorgenommen und vom unabhängigen Wirtschaftsprüfer Aeppli & Mueller Consulting, Zürich, prüfen lassen. Die Einhaltung der Lohngleichheit bei der AKB wurde anhand des verfassungsmässigen Grundsatzes "gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit" gemäss Art. 8 Abs. 3 der Bundesverfassung (BV) bestätigt. Zudem stehen alle Funktionen bei der AKB beiden Geschlechtern offen und das Salärsystem ist geschlechtsneutral ausgestaltet. Es berücksichtigt neben der Komplexität der Aufgaben und dem Verantwortungsbereich auch die Erfahrung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Die AKB erhebt die Frauenanteile über alle Hierarchiestufen hinweg. Per 1.1.2021 lag der Frauenanteil im gesamten Mitarbeiterbestand bei 39.37% und hat sich gegenüber dem Vorjahr ganz leicht reduziert. Weitere Angebote zur Förderung des Frauenanteils im Unternehmen sind Jobsharing, Home-Office oder ein Mutterschaftsurlaub, der das gesetzliche Minimum übersteigt.

Gleichbehandlung

Die AKB als Bank mit Staatsgarantie und Leistungsauftrag befolgt in ihrer Geschäftstätigkeit alle gesetzlichen und regulatorischen Vorschriften. Zwingende Voraussetzung dafür ist ein rechtlich und ethisch korrektes sowie verantwortungsbewusstes Verhalten und Handeln sämtlicher Mitarbeitenden auf allen Stufen.

Der Verhaltens- und Ethikkodex gilt als Basis der AKB-Kultur. Er definiert das Wertesystem der AKB und ist Grundlage im täglichen Handeln. Dem Kodex unterstehen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der AKB sowie der Bankrat. Das Tun und Handeln aller richtet sich nach diesen Vorschriften. Alle erhalten dieselben Chancen, unabhängig von Geschlecht, Alter, Sprache, Herkunft, Religion oder sexueller Orientierung. Diskriminierungen aller Art werden nicht geduldet, ebenso wenig wie alle anderen Handlungen, welche die Menschenwürde verletzen. Der Verhaltens- und Ethikkodex wurde zu Beginn der neuen Strategieperiode überarbeitet und kommuniziert. Im Berichtszeitraum sind keine Fälle von Diskriminierung bekannt geworden oder entsprechende Meldungen eingegangen.

Neueintretende Mitarbeitende erhalten den Verhaltens- und Ethikkodex zugestellt und müssen den Empfang schriftlich bestätigen. Die Inhalte werden zudem am Einführungstag für neue Mitarbeitende besprochen. Bei Fragen stehen die Vorgesetzten oder die zuständigen Fachstellen der Bank zur Verfügung.

Es steht allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit ICAS eine externe betriebliche Sozialberatung zur Verfügung. Die professionelle Unterstützung kann bei beruflichen Herausforderungen, Problemen im Alltag oder privaten Konflikten und Sorgen jederzeit und kostenlos in Anspruch genommen werden. Das Beraterteam aus diplomierten Psychologen, Rechtsanwälten, Sozial und Managementberatern ist jederzeit an absolute Vertraulichkeit, Diskretion und Anonymität gebunden. Die AKB erhält lediglich anonymisierte Statistiken und erkennt durch diese Informationen, wo Handlungsbedarf besteht.

Verstösse gegen Grundsätze der Gleichbehandlung werden gemäss Schweregrad disziplinarisch oder arbeitsrechtlich sanktioniert. Als Anlaufstellen stehen die zuständigen Vorgesetzten, der General Counsel oder der Vorsitz des Prüfungs- und Risikoausschusses des Bankrats zur Verfügung. Wer Verstösse in gutem Glauben meldet, hat keine Nachteile zu erwarten. Meldungen in anonymer Form sind ebenso erlaubt wie auch geschützt. Der General Counsel führt ein Verzeichnis zu den eingegangenen Meldungen und verfasst einen schriftlichen Bericht zuhanden des Prüfungs- und Risikoausschusses bzw. des Bankrats.

Im Berichtszeitraum sind keine Fälle von Diskriminierung bekannt geworden oder entsprechende Meldungen erfolgt.

Lieferanten und Beschaffung

Als Kantonalbank setzt sich die AKB in ihrem Marktgebiet für gute wirtschaftliche Verhältnisse ein. Sie berücksichtigt deshalb beim eigenen Einkauf von Produkten und Dienstleistungen, wo immer möglich und sinnvoll, lokale und regionale Unternehmen. Als führende Finanzdienstleisterin setzt die AKB in der Beschaffungspolitik auf professionelle, faire und langfristige Geschäftsbeziehungen. Lieferanten sind zudem ein wichtiger Aspekt der Geschäftstätigkeit und die AKB erwartet dabei, dass sämtliche spezifischen Standards im Hinblick auf Menschenrechte sowie ökologische und ethische Geschäftspraktiken von den Lieferanten eingehalten werden.

In den «Richtlinien zur Nachhaltigkeit für Lieferanten und Partner» hat die AKB Mindeststandards für eine nachhaltige Zusammenarbeit erarbeitet, die bei allen bestehenden Beziehungen angewendet werden. Die Anforderungen decken Umwelt-, Sozial- und Arbeitsstandards ab und legen die Grundlagen der AKB in der Einkaufs- und Beschaffungspolitik fest.

Die Richtlinien müssen auch bei allen neuen Verträgen von allen Lieferanten und Partnern unterschrieben werden. Mit der Unterschrift ist sichergestellt, dass auch bei der Auswahl allfälliger Drittlieferanten die gleichen Arbeits- und Umweltstandards gelten.

Die Unterzeichnung der Richtlinien gilt als Voraussetzung für eine Auftragserteilung. Durch eine regelmässige Thematisierung von Inhalten der Richtlinien im Laufe einer Geschäftsbeziehung stellt die AKB sicher, dass die definierten Standards eingehalten werden.

Im Rahmen der unternehmerischen Verantwortung berücksichtigt die AKB ökologische und auch gesellschaftliche Aspekte in der Zusammenarbeit mit allen Lieferanten und Partnern. Mit der Unterzeichnung der Vereinbarung gewährleisten 100 % der Lieferanten und Partner die Einhaltung sämtlicher von der AKB definierten Standards. Mit der Integration der Richtlinien als Basis sämtlicher Geschäftsbeziehungen deckt die AKB eine vollständige Bewertung ihrer Lieferanten und Partner nach ökologischen und sozialen Kriterien ab.

Gesellschaftliches Engagement

Das gesellschaftliche Engagement der AKB leitet sich aus dem Leistungsauftrag ab und umfasst die wirtschaftliche und soziale Entwicklung im Marktgebiet. Im Rahmen der Erarbeitung der Wesentlichkeitsmatrix wurden Themen aus diesem Bereich nicht priorisiert. Gleichwohl ist es der AKB ein wichtiges Anliegen, sich auch hier nachhaltig zu engagieren. Als eine der wichtigsten Sponsoring-Partnerinnen im Marktgebiet hat die AKB in ihren Sponsoring-Richtlinien die entsprechenden Rahmenbedingungen festgelegt und unterstützt Projekte aus den Sparten Sport, Kultur, Wirtschaft und Nachhaltigkeit.

Kommunikation mit den Anspruchsgruppen

Für die AKB ist der aktive Dialog mit ihren Anspruchsgruppen sehr wichtig. Dieser interne und externe Austausch ermöglicht es, die wesentlichen Aspekte und Themen der Nachhaltigkeit zu reflektieren, aktuelle Entwicklungen zu erfassen und weiterführende Massnahmen zu ergreifen. Im Zentrum stehen dabei folgende Anspruchsgruppen: Kunden, Mitarbeitende, Lieferanten und Partner, Eigentümer (Kanton), Bürger, Politiker/Parteien, Verbände und Organisationen.

Die AKB hat auch im Berichtsjahr verschiedene Kanäle genutzt, um die Bedürfnisse und Erwartungen ihrer Anspruchsgruppen zu erfahren: Sowohl Online- als auch Printmedien, Befragungen, individuelle und persönliche Begegnungen, externe Kundenanlässe und interne Events gehören dazu.

Die AKB unterstützt zudem als Mitglied der Öbu - der Schweizerischen Vereinigung für ökologisch bewusste Unternehmensführung - auch die Weiterentwicklung der Schweizer Wirtschaft nach den Grundsätzen der Nachhaltigkeit.

Öbu - der Schweizerischen Vereinigung für ökologisch bewusste Unternehmensführung

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