Immobilien können mehr als 100 Jahre alt werden. Damit sie über eine solch lange Zeitspanne bewohnt werden können, ist die regelmässige Wartung und Erneuerung der verschiedenen Bauelemente unerlässlich. Eine Modernisierung sollte immer ganzheitlich geplant werden. Wichtig ist zu klären, in welchem Zustand sich das Gebäude aktuell befindet und wie man künftige Betriebskosten durch Modernisierungen senken könnte.

4 Schritte für eine budgetorientiere & effizienten Umsetzung

Gebäudebesitzer können sich an folgenden Schritten orientieren, damit die Planung auf das Budget des Besitzers abgestimmt werden kann und die Investitionen effizient umgesetzt werden können:

1. Durchführung einer Ist-Analyse
 

Ersteinschätzung durch einen Kunderberater, eine Kundenberaterin der AKB

Eine ausführliche Bestandesaufnahme ist für die Modernisierungsplanung unverzichtbar. Diese Ist-Analyse des Gebäudes bildet die Basis für eine gelungene Umsetzung.
Die Ersteinschätzung kann durch Ihren Kundenberater der AKB vorgenommen werden. Mithilfe weniger Informationen zu Ihrer Liegenschaft kann dieser das Energie- und das CO2-Rating der Liegenschaft abschätzen, Ihnen Inputs zu möglichen Modernisierungsoptionen geben und Sie auf verschiedene Finanzierungsoptionen und mögliche Fördergelder hinweisen.


Ist-Analyse durch eine Energiefachperson

Sollte das Modernisierungsvorhaben konkret werden, ist eine fundierte Energieberatung durch einen Experten vor Ort zu empfehlen. Jedes Gebäude ist individuell. Durch die Begehung vor Ort kann der Experte mögliche Schwachstellen des Gebäudes identifizieren.

Wichtig zu wissen: Bereits die Durchführung der Ist-Analyse wird zum Teil durch den Bund, die Kantone oder die Gemeinden gefördert; informieren Sie sich am besten auf der Website der Energiefachstelle Ihres Kantons.

In unserem Kernmarktgebiet arbeiten wir eng mit der energieberatungAARGAU sowie der Energiefachstelle des Kantons Solothurn zusammen. Die wichtigsten Dienstleistungen für Einfamilienhäuser sowie die dazugehörigen Förderbeiträge finden Sie in den unten aufgeführten Zusammenstellungen. Für weitere Details können Sie sich an Ihren Kundenberater der AKB oder direkt an die Energieberatungsstelle wenden.

Energieberatung Kanton Aargau (PDF)

Energieberatung Kanton Solothurn (PDF)

2. Entwicklung einer Modernisierungsstrategie
 

Beizug von unabhängigen Fachperson

Sobald die Ist-Analyse durchgeführt wurde, kann in Zusammenarbeit mit der unabhängigen Fachperson ein Massnahmenkatalog ausgearbeitet und eine Modernisierungsstrategie definiert werden.

Wichtig zu wissen: Die Festlegung der korrekten Reihenfolge der Modernisierungsmassnahmen ist unerlässlich, wenn Ihr Budget geschont, das Einsparpotenzial maximiert und die Energieeffizienz Ihres Gebäudes gesteigert werden soll.

Beizug von unabhänigen Fachpersonen

Um den Modernisierungsbedarf genauer beziffern zu können, lohnt sich der Einbezug eines GEAK-Experten. Der GEAK-Experte kann Ihnen einen sogenannten GEAK Plus erstellen. Der GEAK Plus beinhaltet zum einen die Energieetikette, welche die Gebäudehülle, die Gebäudetechnik und die direkten CO2-Emissionen in sieben Klassen (A bis G) einteilt, und zum anderen zwei bis drei auf Ihr Gebäude zugeschnittene Varianten zur energetischen Modernisierung. Eine Liste von GEAK-Experten in Ihrer Nähe erhalten Sie von der Energiefachstelle Ihres Kantons. Sie finden alle GEAK-Experten unter www.geak-tool.ch/de/experts.

Wichtig zu wissen: Der Gebäudeausweis der Kantone (kurz GEAK) ist ein schweizweit einheitlicher Ausweis, der die Effizienz der Gebäudehülle, die Gesamtenergieeffizienz der Heiz- und Gebäudetechnik sowie die direkten CO2-Emissionen des Gebäudes anhand einer Energieetikette in sieben Klassen von A (hocheffizient) bis G (grosses Verbesserungspotenzial) einteilt. Die meisten Kantone und auch einzelne Gemeinden unterstützen die Erstellung eines GEAK Plus.

Modernisierungsvarianten erarbeiten

Falls Ihre Liegenschaft über eine Öl-, Gas- oder Elektroheizung verfügt, die schon älter als zehn Jahre ist, könnte eine Heizumstellung auf eine erneuerbare Energiequelle interessant sein. Rechnen Sie sich hier aus, wie sich Ihre Energie- und Betriebskosten verändern und wie hoch Ihre Investitionskosten für Ihr neues Heizsystem sind.

Wichtig zu wissen: In vielen Kantonen wird der Ersatz von Öl-, Gas- und Elektroheizungen finanziell gefördert. Beantragen Sie diese vor Baubeginn und lassen Sie sie bestätigen: dasgebaeudeprogramm.ch

Die kostenlose Impulsberatung des Programms «erneuerbarheizen» von EnergieSchweiz unterstützt sie bei der Heizungsumstellung. Eine Liste mit Fachpersonen für eine kostenlose Impulsberatung erhalten Sie entweder von der Energiefachstelle Ihres Kantons, oder Sie finden sie unter erneuerbarheizen.ch. Versichern Sie sich vor der Auftragserteilung bei der ausgewählten Fachperson, dass die Beratung kostenlos ist.

3. Planung und Finanzierung


Modernisierungsmassnahmen

Sobald die Modernisierungsstrategie festgelegt wurde, geht es an die Planung der Umsetzung. Um die Kosten einschätzen zu können, holen Sie am besten Offerten von verschiedenen Anbietern ein und vergleichen diese. Vor dem Baustart müssen allenfalls Baubewilligungen bei der Gemeinde eingeholt werden. 


Fördergelder

Ausserdem lässt sich ein Teil der Modernisierungskosten über Fördergelder des Bundes, des Kantons oder der Gemeinde finanzieren. Diese Fördergelder müssen vor Baubeginn beantragt werden. Um eine Übersicht über diese Fördergelder für Ihre Gemeinde zu erhalten, geben Sie hier Ihre Postleitzahl ein (eine Suche öffnet die Website energiefranken.ch):

Je nach Vorhaben kann auch in dieser Phase die Begleitung durch Fachleute in Anspruch genommen werden, zum Beispiel mittels einer Planungsberatung.


Unser Hypothekarangebot

Die meisten Liegenschaftsbesitzer finanzieren die energetischen Modernisierungen über eine Erhöhung Ihrer Hypothek. Auch die AKB fördert so energieeffiziente Massnahmen, und zwar durch die AKB Green Hypothek. Informieren Sie sich bei Ihrem AKB-Berater. 
 

4. Umsetzung der vorgesehenen Modernisierungsmassnahmen

Wenn der Modernisierungsplan und die Finanzierung stehen, die Bewilligungen eingeholt und die Fördermittel zugesichert wurden, dann kann das Bauprojekt starten. Falls Sie sich dafür interessieren, welchen Effekt die umgesetzten Massnahmen auf die Gesamtenergieeffizienz Ihrer Immobilien haben, dann können Sie nach Beendigung der Modernisierung Ihren GEAK-Ausweis aktualisieren lassen. Vergessen Sie nicht, die Investitionen auch in Ihrer nächsten Steuererklärung zu berücksichtigen.