Gold: Sicherer Hafen oder teurer Ballast?

Die Antwort liegt wie so oft zwischen Sicherheit und Rendite. Auf der einen Seite kann Gold eine Stabilität bieten, besonders in Krisenzeiten. Wenn Märkte schwanken oder die Unsicherheit steigt, wirkt es wie ein Anker, der Portfolios stabilisieren kann. Unbestreitbar ist der Diversifikationseffekt: Gold korreliert nur schwach mit Aktien und hilft, Schwankungen abzufedern.
Allerdings hat auch diese Medaille eine Kehrseite: Gold erwirtschaftet keine laufenden Erträge. Keine Zinsen, keine Dividenden, keine Mieteinnahmen. Die Rendite entsteht allein aus Preissteigerungen und diese können durchaus stattlich ausfallen, wie die jüngste Vergangenheit gezeigt hat – jedoch sind sie nicht garantiert. Wer Gold hält, tauscht Stabilität gegen entgangene Ertragschancen.
Darum ist das Fazit eine individuelle Einstellungssache. Gold ist kein Renditetreiber, aber oft ein sinnvoller Bestandteil eines ausgewogenen Portfolios. Als Beimischung, nicht als Hauptdarsteller.
