17. Februar 2026 | Medienmitteilungen

AKB auch im Jahr 2025 auf Wachstumskurs

AKB auch im Jahr 2025 auf Wachstumskurs
Die Aargauische Kantonalbank (AKB) gewinnt weitere Marktanteile bei Privatpersonen und Unternehmen. Bei unverändert vorsichtiger Risikopolitik steigen die Ausleihungen um 5 % und die Kundengelder gar um 6,9 %. Kundinnen und Kunden investieren anhaltend stark in Wertschriftenlösungen, sodass das Depotwachstum, unterstützt durch positive Aktienmärkte, hohe 11,3 % beträgt. Der erwartete Rückgang des Geschäftserfolgs im Geschäftsjahr 2025 auf CHF 238,7 Millionen ist geprägt vom Tiefzinsumfeld. Die verschiedenen Zinssenkungen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) spiegeln sich im tieferen Zinsergebnis wider – insbesondere in den Erträgen aus SARON-basierten Ausleihungen. Als verantwortungsvolle Partnerin für eine starke Wirtschaft und für Privatpersonen lanciert die AKB ab dem 17. Februar 2026 eine neue AKB Sanierungshypothek zur Finanzierung von energetischen Sanierungen von Wohn- und Gewerbeliegenschaften. Mit dem attraktiven Zinssatz von aktuell 0,50 % für eine 5-jährige feste Sanierungshypothek fördert die Bank verstärkt die Bemühungen rund um die wirkungsvolle Energieeffizienz der Liegenschaften und die Bestrebungen des Kantons Aargau bezüglich dessen Energiestrategie.

Hohes Ausleihungswachstum dank genutzten Wachstumsopportunitäten

Die AKB als nahe und persönliche Universalbank in ihrem Marktgebiet nutzt ihre Wachstumsopportunitäten im Kreditgeschäft und profitiert von den fortlaufenden Bemühungen im Bereich Beratung und Kundennähe. Die Kundenausleihungen wachsen um CHF 1,4 Milliarden auf CHF 29,0 Milliarden. Der Fokus auf das Marktgebiet ist weiterhin ausgeprägt. Über 90 % der Ausleihungen befinden sich im Marktgebiet der AKB. Den hypothekarisch gedeckten Ausleihungen stehen Immobiliensicherheiten in doppelter Höhe gegenüber. Die Stabilität der Bank zeigt sich auch darin, dass das erfreuliche Ausleihungswachstum vollumfänglich über neu gewonnene Kundengelder refinanziert werden kann.

Zinserfolg geprägt von Tiefzinsumfeld 

Nach den ertragsmässig sehr erfolgreichen Jahren 2023 und 2024, welche durch das höhere Zinsumfeld geprägt waren, erfolgt nun der erwartete Rückgang von CHF 87,8 Millionen bzw. −20,2 % im Brutto-Zinserfolg. Unabhängig davon liegt dieser Erfolg mit CHF 346,1 Millionen immer noch signifikant über den Jahren 2021 und 2022. Während die gesunkenen Geldmarktzinsen zu deutlich tieferen Erträgen bei der Bank führen, entlasten tiefere Zinsen die AKB-Kundinnen und -Kunden überdurchschnittlich, da rund 50 % der Kredite auf dem Geldmarktsatz SARON basieren. Dieser reagiert unmittelbar auf die Leitzinssenkungen der SNB, letztmals auf 0 Prozent per 20. Juni 2025. Dank geschicktem Bilanz- und Liquiditätsmanagement konnte der Zinsaufwand, trotz kundenfreundlich verzögerter Zinsreduktionen, erfreulicherweise prozentual stärker reduziert werden. 

Der Netto-Bildungsüberhang bei den Wertberichtigungen aus dem Zinsengeschäft beläuft sich auf tiefe CHF 0,3 Millionen. Im Vorjahr resultierte noch eine Stärkung der Risikovorsorge von CHF 12,2 Millionen. Mit ihrer vorausschauenden Risikopolitik und vorsichtigen Berechnungslogik bildet die AKB Wertberichtigungen für inhärente Ausfallrisiken im Umfang von CHF 5,4 Millionen. Ohne diese Veränderung resultiert bei den Einzelwertberichtigungen ein Netto-Auflösungsüberhang. Zusammenfassend zeigt sich, dass die AKB weiterhin eine umsichtige und verantwortungsvolle Kreditpolitik betreibt. Unter Berücksichtigung der tieferen Wertberichtigungsbildungen nimmt der Netto-Zinserfolg um 18,0 % ab und beläuft sich auf CHF 345,8 Millionen. 

Nachhaltige und markante Steigerungen in den Depotbeständen und beim Businessvolumen

Die Kundinnen und Kunden vertrauen weiterhin in die hohe Anlagekompetenz der AKB. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 sind 57 % der neu investierten Depotgelder in Vermögensverwaltungslösungen der Bank investiert worden. 
Die Kundenvermögen belaufen sich neu auf CHF 40,8 Milliarden und entsprechen einem Zuwachs von CHF 3,4 Milliarden bzw. 9,1 %. Die Depotbestände der Kundinnen und Kunden liegen dabei erstmalig über CHF 20 Milliarden. Dass die AKB ihre qualitative Wachstumsstrategie erfolgreich umsetzt, zeigt sich am Businessvolumen – bestehend aus Krediten, Kundengeldern und Depotwerten –, welches um CHF 5,4 Milliarden bzw. 7,8 % auf den neuen Höchstwert von CHF 74,4 Milliarden steigt. 
Dieter Widmer, Direktionspräsident der AKB, zeigt sich überzeugt: «Das Versprechen ‹Am richtigen Ort› bewährt sich gerade im heutigen unsicheren Umfeld. Die Bank hat die fortlaufenden Herausforderungen im Marktgebiet proaktiv gesteuert und sich als attraktive und verlässliche Partnerin für ihre Kundinnen und Kunden weiter erfolgreich positioniert.» 

Wachstum in den Kommissionen (+11,0 %) und im Handelserfolg (+14,3 %)

Der zweitgrösste Erfolgspfeiler – das Kommissionsgeschäft – wächst im Berichtsjahr um erfreuliche CHF 9,8 Millionen auf CHF 99,3 Millionen. Der Anstieg resultiert primär aus den gesteigerten Erträgen im Wertschriften- und Anlagegeschäft. Die Erhöhung der Depotvermögen, insbesondere bei den AKB Fonds und den Vermögensverwaltungsmandaten, gepaart mit einer Zunahme an Börsentransaktionen, tragen zum erfreulichen Resultat bei. Da keine Kontoführungs- und Jahresgebühren auf der Debit Mastercard erhoben werden, verzichtet die AKB bewusst zu Gunsten der Kundinnen und Kunden auf einen Ertrag in der Grössenordnung von rund CHF 9 Millionen. 
Als führende Aargauer Handelsbank für unsere Kundinnen und Kunden konnte der Handelserfolg von einem weiteren Ausbau der Kundenaktivitäten im Devisenhandel profitieren und legt um CHF 3,9 Millionen bzw. 14,3 % auf CHF 30,8 Millionen zu.

Tieferer Geschäftsaufwand trotz höherem Personalbestand dank Kostendisziplin 

Der Personalaufwand erhöht sich um CHF 3,3 Millionen (+2,2 %) auf CHF 149,4 Millionen. Die AKB befindet sich weiterhin in einer Wachstumsphase und nutzt die sich bietenden Opportunitäten, um gut qualifiziertes Personal zu gewinnen. Per Jahresende erhöht sich die Zahl der Vollzeitstellen um 40,5 auf rund 878 (+4,8 %), womit die AKB zu den bedeutendsten Arbeitgeberinnen im Kanton zählt. Die Anzahl der in Ausbildung stehenden Mitarbeitenden steigt um 20 auf 112 Personen. Dass die AKB eine attraktive Arbeitgeberin ist, zeigt sich auch an der tiefen Anzahl offener Stellen. Grundlage ist eine menschen- und leistungsorientierte Unternehmenskultur, die den Mitarbeitenden Entwicklungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie moderne Arbeitsmodelle bietet. 

Der Sachaufwand konnte durch Fokussierung und Kostendisziplin um beachtliche CHF 5,4 Millionen bzw. 5,5 % auf CHF 92,4 Millionen reduziert werden. Die Reduktionen gelangen vor allem bei den IT-Kosten, die über 40 % des Sachaufwandes ausmachen, sowie bei den Marketing- und Kommunikationsausgaben. 

Die AKB hat dem Kanton Aargau CHF 15,2 Millionen für die Abgeltung der Staatsgarantie vergütet. Dies ist eine Steigerung um CHF 0,5 Millionen zum Vorjahr. Der AKB Stiftung LEBENSRAUM AARGAU werden CHF 1,5 Millionen für ihre gemeinnützigen Projekte im Marktgebiet zugewiesen.

Die Reduktionen im Sachaufwand führen insgesamt zu einem tieferen Geschäftsaufwand von CHF 241,8 Millionen. Dies entspricht einer Abnahme von CHF 2,1 Millionen (−0,9 %) verglichen zur Vorjahresperiode. 

Geschäftserfolg, Jahresgewinn und Profitabilität 

Der Geschäftserfolg beläuft sich auf CHF 238,7 Millionen und liegt mit dem Rückgang von 19,7 % gegenüber dem Vorjahr leicht über den Erwartungen. Der Jahresgewinn beträgt CHF 197,2 Millionen und liegt CHF 54,0 Millionen respektive 21,5 % unter dem Vorjahr. Die Cost-Income-Ratio beläuft sich auf 50,3 % und zeigt die betriebswirtschaftliche Effizienz der Universalbank auch im Marktvergleich. Unter Berücksichtigung der tiefen Abschreibungen gehört die AKB zu den effizientesten Universalbanken in der Schweiz. Die Rentabilität des Eigenkapitals beläuft sich auf 7,7 % und erfüllt damit die strategischen Vorgaben des Eigentümers. 

Kanton Aargau als Eigentümer erhält CHF 115,2 Millionen 

Der Bankrat beantragt dem Regierungsrat zuhanden des Grossen Rats eine Ausschüttung an den Kanton Aargau von CHF 100 Millionen (Vorjahr CHF 114 Millionen). Zusammen mit der Abgeltung der Staatsgarantie in Höhe von CHF 15,2 Millionen erhält der Kanton Aargau für das Geschäftsjahr 2025 eine Gesamtentschädigung von CHF 115,2 Millionen. Zusätzlich bezahlt die AKB CHF 11,6 Millionen Steuern an ihre Standortgemeinden. Insgesamt fliessen somit CHF 126,8 Millionen (−10,5 %) an die öffentliche Hand.

AKB sehr gut kapitalisiert – auch unter neuen regulatorischen Vorschriften von Basel III final 

Im Januar 2025 traten in der Schweiz die finalen Basel-III-Standards in Kraft. Durch die geplante Gewinnverwendung und die Zuweisung von CHF 30,1 Millionen an die Reserven für allgemeine Bankrisiken stärkt die AKB die Eigenmittel um CHF 132,0 Millionen. Diese belaufen sich per Stichtag auf CHF 3,3 Milliarden. Die AKB kann somit auch in Zukunft Finanzierungsvorhaben von Unternehmen und Privatpersonen durch Eigenfinanzierung problemlos ermöglichen, ohne zusätzliches Eigenkapital auf dem Kapitalmarkt aufzunehmen oder beim Eigentümer anzufragen.
Die Gesamtkapitalquote unter den neuen Eigenmittelvorschriften Basel III final erhöht sich auf 19,5 % (+0,8 Prozentpunkte) trotz des grossen Aktivwachstums. Die AKB profitiert von ihrem mässig belehnten, mehrheitlich selbstbewohnten und qualitativ hochstehenden Kreditportfolio, welches unter Basel III final tiefere Risikogewichte erhalten hat. Die Gesamtkapitalquote gemäss der Eigentümerstrategie erhöht sich auf 17,6 % und liegt weiterhin im strategischen Zielband von 16–20 %. Gemäss dieser Berechnungsart werden die freiwilligen Gewinnreserven und der antizyklische Kapitalpuffer abgezogen.

Ausblick 

Die wirtschaftspolitischen Entscheidungen im vergangenen Jahr, allen voran die Ankündigungen und Umsetzungen weitreichender Handelszollmassnahmen durch die USA, führten – zumindest bisher – zu spürbar weniger negativen Folgen als erwartet. Die leichte globale Eintrübung beim Handel mit Industriegütern wurde durch eine äusserst solide Entwicklung des Dienstleistungssektors überkompensiert. Während in Europa die geldpolitischen Lockerungen mehrheitlich beendet werden konnten, erwartet die AKB in den USA im Hinblick auf die Neubesetzung des Amts des FED-Präsidenten und den bevorstehenden Wahlen im November weitere Zinssenkungen, um den jüngst schwächeren Arbeitsmarkt zu stützen. Die wirtschaftlichen Unsicherheiten bleiben auch im laufenden Jahr hoch. Die Entwicklung in den USA und die politischen Patt-Situationen in wichtigen europäischen Ländern dürften auch weiterhin für einen grossen Zufluss in den Schweizer Franken sorgen. Es ist daher gut möglich, dass die Inflationsraten in der Schweiz weiter sinken und die Deflationsgefahr weiter zunimmt. Die AKB schliesst daher nicht aus, dass die SNB im Jahresverlauf gezwungen sein könnte, den Leitzins neuerlich in den negativen Bereich zu senken. Für das laufende Jahr erwartet die AKB aufgrund des anhaltenden Tiefzinsniveaus ein Jahresergebnis leicht unter dem Niveau des Vorjahres. 

Neue Sanierungshypothek erweitert Produktangebot im Bereich Sustainable Lending 

Die AKB erweitert ihr Produktangebot im Bereich der nachhaltigen Kreditangebote (Sustainable Lending). Sie lanciert ab dem 17. Februar 2026 eine neue AKB Sanierungshypothek, um nachhaltige und energetische Sanierungen von Wohn- und Gewerbeliegenschaften im Marktgebiet stärker zu fördern. Damit leistet die AKB einen zusätzlichen Beitrag zur Energiestrategie des Kantons Aargau. Die neue Sanierungshypothek steht Eigentümerinnen und Eigentümern zur Verfügung, die ihre Liegenschaft energetisch sanieren wollen. Dabei profitieren sie von einem sehr attraktiven fixen 5-jährigen Zinssatz von aktuell 0,50 %. 
Die bisherige Green Hypothek bleibt weiterhin bestehen. Kundinnen und Kunden profitieren dabei von einem Zinsrabatt, wenn sie Neubauten nach energetischen Grundsätzen über die AKB finanzieren.