Klimavent AG

Die Profis für Lüftungs- und Klimaanlagen der Klimavent AG aus Baden möchten mit der Unterstützung des AKB Förderprogramms ihre «RetroFit»-Projekte bekannter machen. Die Idee dahinter ist einfach: Statt ganze Anlagen zu ersetzen, sollen wenn immer möglich, nur jene Teile ausgetauscht werden, die das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben. Ein Ansatz mit vielen Vorteilen.
Klimavent AG

2025 musste die grosse Lüftungsanlage auf dem Dach des Sihlcity Einkaufszentrums in Zürich umfassend modernisiert werden. Doch statt die komplette Anlage auszutauschen, wurden lediglich die Ventilatoren durch ein neueres, energieeffizienteres Modell ersetzt. Diese Lösung brachte gleich mehrere Vorteile: Mit den neuen Ventilatoren sank der Stromverbrauch für die Lüftung des Einkaufszentrums um bis zu 50 Prozent, die Lebensdauer der Anlage wurde erhöht und der Geräuschpegel stark reduziert. Weil der Rest der Anlage weiterhin in Betrieb blieb und nicht ausgetauscht werden musste, wurden viel graue Energie und CO2 eingespart. Auch die Kosten für die Modernisierung lagen wesentlich tiefer als bei einer kompletten Erneuerung der Anlage.

Den Nerv der Zeit getroffen

Umgesetzt wurde dieses Projekt von der Firma Klimavent AG aus Baden. Das Unternehmen, das im nächsten Jahr sein 50-jähriges Bestehen feiert, beschäftigt 36 Mitarbeitende und ist in der Gebäudetechnikbranche tätig. Der Fokus der Klimavent AG liegt auf der Installation und Wartung von Lüftungs- und Klimaanlagen. Das Projekt im Sihlcity Einkaufszentrum steht exemplarisch für ein Spezialgebiet innerhalb der Dienstleistungen für gewerbliche Kunden, auf das sich das Unternehmen in den letzten Jahren spezialisiert hat: sogenannte «RetroFit»-Projekte. Ibrahim Memeti, Leiter Service & Projekte, beschreibt die Grundidee wie folgt: «Grosse Lüftungs- und Klimaanlagen werden von Motoren betrieben, deren Lebensdauer meist 20 bis 30 Jahre beträgt. Wenn die Anlage selbst gut gewartet wird, hält sie jedoch deutlich länger als die Motoren. Entsprechend ist es sinnvoller, die Motoren zu ersetzen, statt die gesamte Anlage, wie das früher oftmals gemacht wurde.»

Dieses punktuelle Erneuern einzelner Komponenten ist ein Vorgehen, das die Klimavent AG, welche die Wartung für viele grosse Lüftungs- und Klimaanlagen übernimmt, seit vielen Jahren anwendet. Aber erst in den letzten drei bis vier Jahren stieg das Interesse auf Kundenseite deutlich. Das hat mehrere Gründe, wie Key Account Manager Moritz Peter erklärt: «Die steigenden Energiepreise haben Unternehmen dazu gebracht, ihren Stromverbrauch kritisch zu hinterfragen. Zudem gibt es immer mehr Firmen, die Nachhaltigkeitsberichte erstellen müssen, und da ist es natürlich besser, wenn nicht die ganze Anlage, sondern nur Teile davon ersetzt werden müssen. Hinzu kommt, dass die wirtschaftliche Situation nicht mehr gleich gut ist wie noch vor 20 oder 30 Jahren.» Kurz: Die «RetroFit»-Projekte der Klimavent AG, die sich jeweils auch um die Beantragung der Fördergelder (bis zu 20 Prozent der Investitionskosten) kümmert, treffen den Nerv der Zeit.

Strategische und kommunikative Unterstützung

Das wollen Ibrahim Memeti und Moritz Peter nutzen, um einerseits ihre Mitarbeitenden noch stärker dafür zu sensibilisieren, bei den Wartungsmandaten, wenn immer möglich und sinnvoll, die «RetroFit»-Projekte zu empfehlen. Andererseits wollen sie diese Möglichkeit noch besser gegenüber den Kunden vermitteln. Denn diese sind sich oftmals gar nicht bewusst, dass man allenfalls nur Teile der Anlage ersetzen kann, statt die gesamte Installation.

Damit die Klimavent AG dieses Vorhaben in die Tat umsetzen kann, zählt sie auf die Unterstützung aus dem AKB Förderprogramm. «Wir erhoffen uns strategische und kommunikative Unterstützung durch die Expertinnen und Experten aus dem Förderprogramm. Mit ihrer Hilfe wollen wir es schaffen, unsere Dokumentationen und auch unsere Kommunikationsmittel so anzupassen, dass wir den Kunden die Vorteile der «RetroFit»-Projekte einfach, verständlich und transparent aufzeigen können», sagt Ibrahim Memeti. Zudem hoffen sie, dass sie mit den Inputs aus dem AKB Förderprogramm auch eine Möglichkeit finden, die Kunden bei der Finanzierung der «RetroFit»-Projekte zu unterstützen. Denn auch wenn diese Projekte finanziell attraktiv sind im Vergleich zu einer kompletten Erneuerung einer Lüftungs- oder Klimaanlage, sind auch Teilersetzungen bei grossen Anlagen mit hohen Kosten verbunden. «Wir sind zuversichtlich, dass wir unsere Ziele erreichen, denn die Workshops und die ersten Kontakte im Rahmen des AKB Förderprogramms haben unsere Erwartungen bereits übertroffen», sagt Moritz Peter. «Wir werden im Förderprogramm und auch danach weiter Vollgas geben, um «RetroFit»-Projekte umsetzen zu können. Denn wir sind überzeugt, dass wir damit einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten können.»

Viel in die Nachhaltigkeit investiert

Die Nachhaltigkeit ist ohnehin ein Thema, das die Klimavent AG schon seit mehreren Jahren umtreibt. Sie hat in den letzten Jahren bereits verschiedene Massnahmen umgesetzt, um selbst möglichst nachhaltig zu sein. So besteht ein wesentlicher Teil der Fahrzeugflotte aus Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen, und die Fahrrouten der Mechaniker werden optimiert, damit die Anfahrtswege möglichst kurz sind. Am Hauptsitz in Baden wurde die Beleuchtung komplett auf LED umgestellt und die Heizung erneuert. Dank eines neuen Entsorgungskonzepts wird der Abfall, der primär im eigenen Lager entsteht, sauber getrennt und durch den Entsorgungspartner Obrist Transport + Recycling AG mindestens einmal pro Woche abgeholt. Mit den «RetroFit»-Projekten hat die Klimavent AG nun auch die Möglichkeit, ihre Kunden im Bereich der Nachhaltigkeit zu unterstützen.

Mehr erfahren: klimavent.ch

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