R. Häsler AG

Wenn es um Gebäudetechnik geht, bietet die R. Häsler AG aus Möhlin die gesamte Angebotspalette an – von der Beratung über die Planung bis hin zur Montage, Revision und Wartung. In den letzten 15 Jahren ist das Unternehmen stark gewachsen. Die Häsler Gruppe beschäftigt mittlerweile mehr als 300 Mitarbeitende. Ein grosser Teil davon ist im Montage- und Servicebereich unterwegs, um Heizungs-, Lüftungs- und Sanitäranlagen der Kundinnen und Kunden zu betreuen. Die übrigen Mitarbeitenden sind in der Planung, Projektadministration sowie in den zentralen Diensten tätig.
Wer wächst, braucht qualifizierte Fachkräfte. Gerade in der Gebäudetechnik ist der Fachkräftemangel eine zentrale Herausforderung. Die demografische Entwicklung trifft die R. Häsler AG sehr konkret: Bis 2037 werden voraussichtlich rund 18 Prozent der heutigen Belegschaft pensioniert. «Damit wird in den kommenden Jahren ein erheblicher Teil an Erfahrung, Fachwissen und bewährten Arbeitskräften pensioniert. Gleichzeitig rücken weniger junge Berufsleute nach», sagt Dani Stutz, kaufmännischer Leiter der R. Häsler AG. Hinzu kommt der gesellschaftliche Trend zu stärker akademisch geprägten Bildungswegen, wodurch dem Handwerk zusätzlich Talente fehlen könnten. Für Unternehmen wie die R. Häsler AG erhöht dies den Druck, Lernende auszubilden, erfahrene Mitarbeitende möglichst lange zu halten und internes Wissen systematisch weiterzugeben.
Investition in den Nachwuchs
Die R. Häsler AG hat daher mehrere Projekte ins Leben gerufen, um einerseits die Attraktivität als Arbeitgeberin zu erhöhen und andererseits möglichst viele talentierte Jugendliche für eine Ausbildung im Betrieb zu gewinnen. «Wir wollen gute Lernende bei uns haben, um sie nach der Ausbildung im Unternehmen weiter zu beschäftigen», sagt Dani Stutz. Gerade für die Lernenden – die R. Häsler AG bildet aktuell 16 Jugendliche in vier verschiedenen Berufen aus – bietet das Unternehmen viel. Wer beispielsweise gute Leistungen in der Berufsschule erbringt, kann seinen Lohn dadurch verdoppeln. Zudem gibt es Einführungswochen, interne Schulungen, Ausflüge nur für die Lernenden und Elternabende. «Wir bieten ein breites Rahmenprogramm für unsere Lernenden und investieren dafür viel Zeit und Geld. Aber das ist nötig, wenn wir künftig genügend gute Mitarbeitende haben wollen», ist Dani Stutz überzeugt.
Mitarbeitende langfristig binden
Ein Blick auf die Statistik zeigt, dass es in der R. Häsler AG allein im letzten Jahr rund 24 Ein- und Austritte gab. Ein hoher Wert, der in der Branche aber nicht unüblich ist. Dennoch ist das Unternehmen bestrebt, diesen Wert zu senken und setzt dafür auf einen systematischeren Ansatz im Bereich der sozialen Nachhaltigkeit. Ein entsprechendes Projekt wird von Dani Stutz und seinem Team im Rahmen des AKB Förderprogramms ausgearbeitet. «Wir wollen besser verstehen und steuern, welche Faktoren die Zufriedenheit, Motivation, Bindung und Entwicklung unserer Mitarbeitenden beeinflussen und wie wir die Fluktuation langfristig senken können», beschreibt Dani Stutz das Ziel des Projekts. Gemeinsam mit den Expertinnen und Experten aus dem AKB Förderprogramm sollen nun entsprechende Handlungsfelder, Kennzahlen und Massnahmen definiert werden, um das komplexe Thema der sozialen Nachhaltigkeit praxisnah und messbar weiterzuentwickeln. Dabei geht es nicht allein um eine tiefere Fluktuation, sondern um ein langfristig tragfähiges Personalmanagement: klare Führung, verlässliche Entwicklungsmöglichkeiten, strukturierte Mitarbeitendengespräche, gezielte Weiterbildung, sichere Arbeitsbedingungen und eine Kultur, die Zusammenhalt und Eigenverantwortung stärkt. «Diese Form der vertrauensvollen und menschenorientierten Führung soll bei uns zu einem zentralen Hebel werden, um Fachkräfte nicht nur zu gewinnen, sondern dauerhaft an das Unternehmen zu binden», sagt Dani Stutz.
Nachhaltigkeit in die Kommunikation integrieren
Parallel dazu arbeitet die R. Häsler AG im Förderprogramm auch am Leitbild des Unternehmens. Das Ziel bei diesem Teilprojekt besteht darin, die Nachhaltigkeitsansätze mit dem Firmenleitbild zu verbinden. Aus diesem überarbeiteten Leitbild werden anschliessend Massnahmen abgeleitet, die umgesetzt und kommunikativ begleitet werden. «Wir wollen einfach und verständlich kommunizieren, wer wir sind und wofür wir stehen. Einerseits gegenüber unseren Kundinnen und Kunden, andererseits auch gegenüber unseren Mitarbeitenden. Wir sind überzeugt, dass ein gutes Leitbild ein wichtiges Instrument für die Gewinnung von Mitarbeitenden sein kann», sagt Dani Stutz. Werte, Nachhaltigkeitsansätze und konkrete Massnahmen sollen so miteinander verbunden werden, damit sie intern Orientierung geben und extern glaubwürdig nachvollziehbar sind. In diesem Zusammenhang soll auch eine neue Stelle im Bereich Marketing und Kommunikation geschaffen werden, die die interne und externe Kommunikation koordiniert.
Auch in ihrem Kerngeschäft will die R. Häsler AG ihren Beitrag zur Nachhaltigkeit sichtbarer machen. Insbesondere die Rolle der Serviceabteilung soll dabei hervorgehoben werden. Durch regelmässige Wartung, Instandhaltung, Revisionen und Reparaturen bleiben bestehende Anlagen länger funktionsfähig. Das schont Ressourcen, verlängert die Lebensdauer technischer Infrastrukturen und kann Ersatzinvestitionen dort vermeiden oder hinausschieben, wo dies technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist. «Auf diese Weise leisten wir einen wesentlichen Beitrag dazu, die Lebensdauer von Gebäudetechnik-Anlagen zu verlängern. Auch diesen Aspekt wollen wir künftig stärker in unsere Kommunikation gegenüber den bestehenden und potenziellen Kundinnen und Kunden einbauen», blickt Dani Stutz voraus.
Mehr erfahren: haesler-ag.ch